Ab Montag in der Anhalt Arena

Stadt Dessau-Roßlau ermöglicht Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahre

Ab Montag können in Dessau Kinder ab 12 Jahre geimpft werden.
Ab Montag können in Dessau Kinder ab 12 Jahre geimpft werden. (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Dessau-Roßlau/DPA/MZ - Kinder ab 12 Jahren können sich in Sachsen-Anhalt ab der kommenden Woche auch in ersten Impfzentren impfen lassen. Als erste der 14 Landkreise und kreisfreien Städte kündigte die Stadt Dessau-Roßlau am Donnerstag eine Impfaktion für Kinder in der kommenden Woche an.

Von Montag bis Mittwoch können demnach Kinder ab 12 mit ihren Eltern, auch ohne Termin, ins Impfzentrum in der Dessauer Anhalt Arena kommen und eine Impfung mit Biontech bekommen. Am Dienstag steht zusätzlich der Impfstoff von Johnson & Johnson bereit, von dem eine Dosis für den vollen Impfschutz reicht. Das Impfzentrum hat von 8 bis 11.45 und von 12.45 Uhr bis 15.45 Uhr geöffnet. Die Impfung erfolgt ohne vorherige Terminvergabe.

Zu beachten ist: Bei Kindern und Jugendlichen ist die Anweisenheit beider Sorgenberechtigter notwendig. Sollte ein Sorgeberechtigter nicht dabei sein können, ist es möglich, die Impfung unter Vorlage einer schriftlichen Einwilligung sowie einer Kopie des Personalausweises der abwesenden sorgeberechtigten Person durchzuführen.

Am Mittwoch hatte das Land den Impfzentren ermöglicht, auch Kinder und Jugendliche ab 12 zu impfen. Auch in den anderen Kreisen werden derzeit spezielle Aktionen für Teenager vorbereitet. Im Burgenlandkreis soll es eine Impfwoche geben. Im Landreis Börde ist hingegen geplant, das Impfzentrum in mehreren Zeitfenstern auch mit Kinder- und Jugendärzten zu besetzen, die die Minderjährigen dann beraten und impfen können.

Das Gesundheitsministerium hatte die Möglichkeit der Impfung von Kindern nach eigenen Angaben auf den vielfachen Wunsch von Familien ermöglicht, die keinen Kinderarzt gefunden hätten, der die Beratung und Impfung bei Kindern vornimmt. Bislang liegt noch keine allgemeine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für Kinder und Jugendliche vor. Die Experten empfehlen die Impfung nur bei bestimmten Vorerkrankungen - oder wenn im Umfeld besonders gefährdete Personen sind. Andernfalls seien Impfungen nach ärztlicher Aufklärung, individuellem Wunsch und Risikoakzeptanz der Kinder, Jugendlichen beziehungsweise der Sorgeberechtigten möglich.