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Phönix steigt aus der Abriss-Asche

Von Matthias Bartl 20.02.2005, 18:38

Köthen/MZ. - Inzwischen ist der ehemalige Straßenzug zwischen Junkersstraße und Jürgenweg verschwunden - und soll demnächst mit Eigenheimen wieder neu entstehen. Über das Vorhaben informierten die Beteiligten jetzt die Öffentlichkeit. Das Ungewöhnliche an diesem an sich normalen Schritt: Er erfolgt, bevor der Bebauungsplan zum Vorhaben im Stadtrat beschlossen worden ist. Dies soll erst am Donnerstag dieser Woche erfolgen - und im Anschluss daran können dann auch die Träger öffentlicher Belange ihre eventuellen Bedenken zum B-Plan geltend machen.

Dass man seitens der Stadt das Projekt schon vor der Erledigung dieser Formalien öffentlich präsentiert ist ein gutes Zeichen: Nämlich dafür, dass man sich auf der sicheren Seite sieht, was die Rahmenbedingungen für die Neugestaltung der Thomas-Mann-Straße angeht.

Solide Partner

Dazu kommt, dass man für díe Bebauung solide, erfahrene Partner gefunden hat. Die Köthen Energie wird das Vorhaben als Erschließungsträger federführend vorantreiben. Nach dem Mannheimer Winkel ist es das zweite Bauprojekt des Versorgungsunternehmens, "eine nächste Herausforderung", wie es Geschäftsführer Wolfgang Thurau beschrieb. Man habe beim ersten Projekt in Geuz einige Schwierigkeiten gehabt, daraus gelernt und freue sich, quasi nahtlos daran anknüpfen zu können.

Bereits Anfang März soll, so Architekt Sauer von der neugegründeten Bauland Projektentwicklungs GmbH, die Erschließungsplanung so weit sein, dass im Anschluss zügig mit dem Bauen begonnen werden kann. Zumindest für die Westseite der Thomas-Mann-Straße scheint es möglich, binnen kürzester Frist Baurecht zu schaffen, so dass theoretisch im Mai oder Juni die ersten Baufahrzeuge anrollen könnten. Zumal man durchaus schon Interessenten für das Terrain hat - und ohne dass man bislang großartig in die Werbung gegangen wäre. Erst bei der am Montag beginnenden Immobilien- und Anlegermesse der Kreissparkasse soll das Projekt Thomas-Mann-Straße präsentiert werden.

Trumpfkarte Flexibilität

Dass sich nach Meinung der Initiatoren auch durch ein hohes Maß an Flexibilität auszeichnet, ist nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass man im B-Plan bewusst sehr wenig Einschränkungen festgeschrieben hat. Alle Bauformen sind möglich, es wird keine Dachform vorgeschrieben.

"Und es gibt keine Vorgabe über die Grundstücksgröße", hieß es. Es gebe Anfragen für Bauland zwischen 500 und 1000 Quadratmeter Größe, sagte Wolfgang Thurau - man könne sich die Fläche ganz individuell und nach den finanziellen Möglichkeiten zurechtschneiden. Der Quadratmeterpreis für das voll erschlossene Terrain soll zwischen 65 und 75 Euro liegen. "Für den ersten Bauabschnitt haben wir derzeit mehr Bewerber als Grundstücke", freut sich Thurau.