Kabinett Olaf Scholz

Neue Bundesumweltministerin aus Dessau-Roßlau? - Wie Steffi Lemke auf die Berichte reagiert

Von Daniel Salpius 24.11.2021, 12:00 • Aktualisiert: 24.11.2021, 12:08
Steffi Lemke
Steffi Lemke Foto: Thomas Ruttke

Dessau-Rosslau/MZ - Mit dem Sitz des Umweltbundesamtes in der Stadt wird Dessau-Roßlau bereits jetzt mit dem Thema Umwelt assoziiert: Nun könnte die Doppelstadt demnächst auch noch die neue Bundesumweltministerin im möglichen neuen Kabinett Olaf Scholz (SPD) stellen. Dessau-Roßlaus Bundestagsabgeordnete Steffi Lemke (Grüne) wird laut mehreren Medienberichten als Ministerin für das dann neu zu schaffende Super-Ressort „Umwelt, Landwirtschaft und Ernährung“ gehandelt.

Das berichteten unter anderem die Frankfurter Rundschau sowie der Sender n-tv. Die Information ist trotzdem noch mit Vorsicht zu genießen, da sich alle Medien auf dieselbe Quelle beziehen: Eine angeblich durchgesickerte Minister-Liste, auf der die Postenverteilung im Kabinett der möglichen Ampelkoalition aus SDP, Grünen und FDP nachzulesen ist. Selbst wenn die Liste authentisch sein sollte, wäre sie wohl zunächst nur als Zwischenstand in den Koalitionsverhandlungen zu deuten.

Ein neues Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft wäre Lemke wie auf den Leib geschneidert

Ob Steffi Lemke tatsächlich gesetzt ist, bleibt es also noch abzuwarten. Sie selbst war am Montag entsprechend nicht für die MZ zum Thema zu sprechen, ließ durch ihr Berliner Büro jedoch wissen: „Die Gespräche für eine mögliche Ampelkoalition sind noch nicht final abgeschlossen. Wir bitten um Verständnis, dass wir uns zu Personalspekulationen grundsätzlich nicht äußern“, so Lemkes Büroleiterin Katrin Gielow.

Sicher ist aber: Ein neues Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft wäre Lemke wie auf den Leib geschneidert. Die 53-Jährige gebürtige Dessauerin hat sich in ihrer politischen Karriere nicht nur für den Umweltschutz stark gemacht, sondern ist auch gelernte Melkerin und studierte Agraringenieurin. Dem Deutschen Bundestag gehörte sie bereits von 1994 bis 2002 an und seit 2013 wieder. Von 2002 bis 2013 war Lemke zudem Politische Geschäftsführerin (Generalsekretärin) der Bundespartei.

Die Parteikollegen in Dessau-Roßlau würden sich über einen Platz für Lemke in der Bundesregierung jedenfalls freuen. „Das wäre eine Anerkennung der Arbeit, die sie geleistet hat und ihr Profil würde zur Aufgabe passen“, sagte Grünen-Kreissprecher Ralf-Peter Weber. Grünen-Vorstandsmitglied Ralf Zaizek äußerte sich ähnlich: „Ich habe Steffi Lemke in den vergangenen Jahren als hochkompetente Frau kennengelernt. Für das in Rede stehende Ressort wäre sie die Top-Besetzung. Das sind ihre Felder“, so Zaizek.