Mordfall Yangjie Li

Mordfall Yangjie Li in Dessau: Vierter Prozesstag - Hausverwalter spricht über die Angeklagten

Dessau - Der Mord-Prozess um die getötete chinesische Studentin Yangjie Li wird seit Dienstagmorgen vor dem Landgericht Dessau-Roßlau fortgesetzt. Als Zeugen geladen sind dieses Mal unter anderem der Hausverwalter des beschuldigten Paares sowie eine gemeinsame Bekannte, die auch nach der Tat noch Kontakt zu beiden gehabt haben soll. Offenbar handelt es sich bei ihr um die Cousine der Angeklagten.

13.12.2016, 18:00

Der Mord-Prozess um die getötete chinesische Studentin Yangjie Li wird seit Dienstagmorgen vor dem Landgericht Dessau-Roßlau fortgesetzt. Als Zeugen geladen sind dieses Mal unter anderem der Hausverwalter des beschuldigten Paares sowie eine gemeinsame Bekannte, die auch nach der Tat noch Kontakt zu beiden gehabt haben soll. Offenbar handelt es sich bei ihr um die Cousine der Angeklagten.

Ursprünglich geplant war auch die Vernehmung von zwei junge Frauen aus China, die mit Yangjie Li zusammen studiert haben. Sie sollten heute aussagen und schildern, was für ein Mensch die 25-jährige Yangjie Li war. Nach Angaben des Gerichts erhielten sie allerdings kurzfristig kein entsprechendes Visum. Es wird versucht, sie zu einem späteren Verhandlungstag erneut einzuladen.

Erste Zeugin will Yangjie Li am Friedensplatz joggen gesehen haben

Die erste am Dienstag gehörte Zeugin hatte am 12. Mai ein Foto der vermissten Studentin im Internet gesehen und danach die Polizei kontaktiert.

Sie sagte aus, dass sie am 11. Mai gegen 21 in Höhe Friedensplatz eine Frau hat joggen gesehen, die Yangjie Li ähnlich sah. Sie beschrieb eine junge asiatische Frau zwisch 20 und 25 Jahren mit weißem Oberteil, dunkler Hose, die Haare zum Zopf gebunden. Auf den später veröffentlichten Fahnundungsfotos stellte sie eine Ähnlichkeit fest.

Angeklagt ist ein junges Paar aus Dessau. Sie werden des gemeinschaftlichen Mordes und der Vergewaltigung von Yangjie Li verdächtigt. Der inzwischen 21-jährige Sebastian F. und die 21-jährige Xenia I. sollen die chinesische Studentin am 11. Mai dieses Jahres brutal vergewaltigt und dann aus dem Fenster eines Hauses in der Hausmannstraße geworfen haben. Dort starb Yangjie Li. Ihre Leiche wurde zwei Tage später gefunden. (mz)