Vier neue Mitarbeiter

Mehr Personal in Dessaus Kfz-Zulassung - warum es zunächst aber weiter zu Engpässen kommt

Von Daniel Salpius 26.01.2022, 13:00
Stau vor der Dessauer Zulassungsstelle
Stau vor der Dessauer Zulassungsstelle Foto: Steinberg

Dessau-Rosslau/MZ - Kaum eine Behörde steht bei den Bürgerinnen und Bürgern derart exemplarisch für die Personalnot in der Dessau-Roßlauer Verwaltung wie die Kfz-Zulassungsstelle. Einfache An- und Abmeldungen von Fahrzeugen ziehen sich schon seit langem schier endlos hin. Das stellt nicht nur Privatleute, sondern auch Autohäuser immer wieder vor Probleme. Doch mit den langen Schlangen vor dem Sitz im historischen Arbeitsamt und zäher Terminvergabe soll nun bald Schluss sein.

Drei Stellen wurden zusätzlich geschaffen, um die Aufgaben und Bürgeranliegen künftig schneller zu bewältigen

Die Verwaltung hat im vergangenen halben Jahr vier neue Mitarbeiter in der Zulassungsstelle eingestellt. Einen bereits im August, zwei Anfang Dezember und einen weiteren zum 1. Januar. Drei dieser Stellen wurden sogar zusätzlich geschaffen, um die Aufgaben und Bürgeranliegen künftig schneller zu bewältigen. Damit „sind alle 14 vorhandenen Stellen nunmehr besetzt“, sagte Finanzbürgermeisterin Sabrina Nußbeck, der das Personalamt untersteht, auf Anfrage am Dienstag. „Allerdings haben wir immer noch krankheitsbedingt hohe Ausfallzeiten, weshalb noch eine weitere Stelle als Krankheitsvertretung befristet ausgeschrieben und besetzt werden soll“, so Nußbeck.

Zu Engpässen werde es vorerst aber auch deshalb weiterhin kommen, da die Einarbeitungszeit der neuen Mitarbeiter mindestens acht Wochen betrage und das Anlernen zusätzlich die Kräfte der erfahreneren Kollegen binde.

Prognose, bis wann der Rückstau abgearbeitet werden kann, derzeitig nicht möglich

Danach allerdings sei sie zuversichtlich, erklärte Nußbeck, dass der aktuelle Bearbeitungsstau in der Zulassungsstelle schrittweise abgebaut werden könne. Dann sollen auch wieder mehr feste Termine zur Verfügung stehen, die Bürger vorab vereinbaren können. „Wir hoffen, dass wir spätestens ab 1. März mehr Termine anbieten können“, nennt die Bürgermeisterin einen groben Zeitplan, der jedoch nicht in Stein gemeißelt ist. Alles hänge davon ab, „wie sehr wir als Verwaltung von Corona betroffen sind“, bremste Nußbeck die Erwartungen. So seien auch die Angestellten in der Verwaltung etwa von Quarantänen, Kita-Schließungen und anderen Auswirkungen der Pandemie betroffen, erinnerte sie.

Deshalb könne eine Prognose, bis wann der Rückstau abgearbeitet werden kann, derzeitig nicht gegeben werden. Eine solche Einschätzung sei unter Umständen auch erst im März möglich, wenn man wisse, wie sich die zusätzlichen Kapazitäten auswirkten.