Ergebnisse sind da

Dessau-Roßlaus Abiturienten trotzen Corona - Bessere Leistungen als in den Vorjahren

Von Von Heidi Thiemann
210 Schüler haben in Dessau-Roßlau das Abitur abgelegt.
210 Schüler haben in Dessau-Roßlau das Abitur abgelegt. (Foto: Imago/Photothek)

Dessau-Rosslau/MZ - Corona zum Trotz: Der Abiturjahrgang 2020/2021 hat in Dessau-Roßlau bessere Ergebnisse erzielt als seine Vorgänger. „Das war das beste Abitur überhaupt“, sagt etwa Thomas Köhler, Oberstufenkoordinator am Gymnasium Philanthropinum. Nicht nur dort, auch am Walter-Gropius- und am Liboriusgymnasium bestätigt sich ein Trend, der im gesamten Land festgestellt wird.

5.172 Abiturienten gab es in Sachsen-Anhalt, nur 192 kamen nicht ans Ziel. Der Notendurchschnitt betrug laut Bildungsministerium 2,2. Damit wurde der Durchschnitt des vergangenen Jahres um etwa ein Zehntel verbessert. Die Zahl der nicht bestandenen Prüfungen sank auf 3,7 Prozent. 170 Abiturientinnen und Abiturienten erreichten das Bestergebnis von 1,0. Jeder dritte Abiturient hat ein Einser-Abitur in der Tasche. Auch an den Dessau-Roßlauer Gymnasien ist das der Fall.

Am Philanthropinum haben insgesamt 75 Schüler ihr Abitur abgelegt, am Gropiusgymnasium waren es 60 und am Liboriusgymnasium ebenfalls 75. „Wir können mit den Ergebnissen sehr zufrieden sein“, sagt Michael Teichert, der das Walter-Gropius-Gymnasium in Dessau-Süd leitet. „Die Ergebnisse liegen - über die Jahre betrachtet - absolut im vorderen Bereich.“ Zu den Prüfungen seien „anspruchsvolle Aufgaben gestellt worden“, erklärt er. Zwar gab es dieses Jahr mehr Zeit zur Erfüllung der schriftlichen Abituraufgaben. Doch Teichert sagt auch: „Die Aufgaben waren so umfangreich, dass die Zeit auch gebraucht wurde. Das Niveau war angemessen.“

„Die Schüler waren im Durchschnitt wirklich gut vorbereitet“, sieht Benedikt Kraft, Schulleiter des Liboriusgymnasiums, den Grund in den Ergebnissen des Abiturjahrganges. Das sieht auch Bildungsminister Marco Tullner (CDU) so: „Die aktuellen Ergebnisse sind ein Beleg für die konzentrierte und verlässliche Arbeit der Schulen und Behörden. Wir haben ein großes Augenmerk auf die Prüfungsvorbereitungen gelegt und Abschlussklassen bereits früh zurück in die Schulen holen können.“

Am Philanthropinum, so Oberstufenkoordinator Köhler, hatten alle Abschlussklassen durchgehend Präsenzunterricht. Der Grundstein für die guten Ergebnisse der Abiturienten, erklärt er, „wurde aber bereits in der 11. Klasse gelegt“.