Wegen Corona-Pandemie?

Dessau-Roßlauer hatten großes Interesse an Briefwahl - Bis zu 1.000 Umschläge pro Briefwahllokal

Bis zu 1.000 Kuverts in Briefwahllokalen

Von Oliver Müller-Lorey Aktualisiert: 27.09.2021, 13:52
Es gab viel zu zählen.
Es gab viel zu zählen. Foto: Ruttke

Dessau-Roßlau/MZ - Der Trend der vergangenen Wahlen hat sich auch am gestrigen Sonntag fortgesetzt: Es wird immer mehr per Briefwahl abgestimmt, auch in Dessau-Roßlau. Allein im Gymnasium Philanthropinum waren in etlichen Klassenräumen Briefwahllokale eingerichtet.

In einem von ihnen saß Wahlvorsteherin Elke Wirth, die zusammen mit anderen Wahlhelfern ab 14 Uhr 935 rote Wahlbriefe öffnete und den darin enthaltenen Wahlschein prüfte. Der musste eigenhändig unterschrieben sein. Außerdem im Kuvert: ein blauer Umschlag, der den Stimmzettel enthält. Nach Prüfung der Formalitäten warfen die Wahlvorsteher wie diesen ungeöffnet in die Urne. Zur Landtagswahl waren die Umschläge noch geschlitzt worden, damit es bei der Auszählung um 18 Uhr schneller ging. Das war diese Mal nicht erlaubt.

Die Wahlhelfer hatten so oder so viel zu tun. „Es sind mehr Wahlumschläge als zur Landtagswahl, sagte Wirth. Auch da hatte sie schon die Verantwortung in einem Wahllokal inne. Wer wollte, konnte sich das Prozedere, bei dem die Wahlscheine bis zu drei Mal geprüft wurden, ohne sich vorher anzumelden selbst ansehen.