Eine der besten Versorgungen im Land

58 Prozent der Anschlüsse in Dessau-Roßlau können theoretisch ultraschnelles Internet

01.12.2021, 12:58
Glasfaserkabel werden verlegt (Symbolbild)
Glasfaserkabel werden verlegt (Symbolbild) (Foto: dpa)

Dessau-Roßlau/MZ/OML - Die Haushalte und Unternehmen in Dessau-Roßlau haben eine der besten Internetversorgungen im Land Sachsen-Anhalt. Das geht aus Daten des sogenannten Breitbandatlasses hervor, den das Bundesverkehrsministerium herausgibt. Demnach ermöglichen Stand heute 58 Prozent der Anschlüsse eine mögliche Übertragungsgeschwindigkeit von einem Gigabit, also 1.000 Mbit/Sekunde. Noch vor wenigen Jahren waren 16- oder 32 MBit- Anschlüsse Stand der Technik. Auch mit einer 50 MBit-Leitung ist das Streamen von Filmen oder das Spielen von Online-Games problemlos möglich.

Im Vergleich mit Flächen-Kommunen, aber auch mit anderen Städten im Land steht Dessau-Roßlau gut da. So sind in Halle 41 Prozent der Anschlüsse gigabitfähig, in Magdeburg 39 Prozent. Köthen kommt nur auf sieben, Zerbst auf gerade einmal zwei Prozent.

Am Ausbau des Glasfasernetzes ist auch die Datel interessiert

Über eine 50er-Leitung verfügen in Dessau-Roßlau sogar 97 Prozent aller Anschlussinhaber. Damit steht so gut wie jedem Einwohner eine Internetverbindung zur Verfügung, die für die meisten Alltagsanwendungen reicht. Die Industrie benötigt für automatisierte Prozesse oder andere Arbeiten, die große Datenmengen nötig macht, jedoch noch schnellere Anschlüsse.

Am Ausbau des Glasfasernetzes, das die hohen Geschwindigkeiten erst möglich macht, ist auch die Tochterfirma der Dessauer Stadtwerke, die Datel, beteiligt. „Die Verfügbarkeit von ultraschnellem Internet ist ein wesentlicher Standortfaktor - für die Lebensqualität im privaten Bereich ebenso wie für viele ansässige Unternehmen“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Zänger.

Die Basis für den Sprung ins Breitbandzeitalter mit Gigabit-Verfügbarkeit haben die Stadtwerke im Jahr 2015 geschaffen

Derzeit liefen Glasfaser-Projekte in der Hirtenhausiedlung, Lobenbreite und am Neuenhofenweg, am Elbpavillon, im Kohlhofweg in Rodleben sowie allen Dessau-Roßlauer Gewerbegebieten. „Im kommenden Jahr ist unter anderem die Erweiterung der Hirtenhau-siedlung und zuführender Straßen geplant“, so Zänger. Die Glasfaseranschlüsse seien dabei als sogenannte FTTH (Fibre to the home) konzipiert, also als Kabel, das direkt ins Haus führt.

Die Basis für den Sprung ins Breitbandzeitalter mit Gigabit-Verfügbarkeit haben die Stadtwerke im Jahr 2015 geschaffen, als sie zusammen mit der Wohnungswirtschaft ein gemeinsames Glasfasernetz errichtet haben. 2019 hatte die Datel im Auftrag der Stadt nach 14 Monaten elf Stadtteile und 19 Gewerbestandorte erschlossen.