Tod nach Impfung

58-jährige Dessauerin wird obduziert - Stadt hebt Astrazeneca-Stopp auf

Dessau

Die nach einer Impfung mit dem Astrazeneca-Vakzin verstorbene Dessauerin soll obduziert werden, das Teilt die Stadtverwaltung am Mittwoch mit. Das Ergebnis wird allerdings frühestens in der kommenden Woche erwartet. Dennoch hat der Pandemiestab nun eine neue Festlegung zur Nutzung des Astrazeneca-Impfstoffes getroffen.

Die 58-Jährige war am 19. März geimpft worden, zehn Tage später verstarb die Frau. „Es besteht der Verdacht, dass zwischen der Impfung und dem Tod der Bürgerin ein möglicher Zusammenhang besteht“, sagte Stadtsprecher Carsten Sauer vergangene Woche nach einer ersten Sitzung des Pandemiestabes zum Thema. Es wurde entscheiden, dass der Impfstoff zunächst nicht weiter genutzt wird.

An diesem Mittwoch hat sich der Pandemiestab erneut beraten und festgelegt, dass Astrazenca ab dem 12. April wieder zum Einsatz kommen soll. Geplant ist es, damit die Über-70-Jährigen sukzessive zu immunisieren.

Die Ständige Impfkommission des Bundes hatte eine Verimpfung ab 60 Jahren empfohlen, damit geht die Stadt Dessau-Roßlau bei den Einschränkungen noch einmal deutlich weiter.

Der Impfstoff von Astrazeneca steht unter dem Verdacht seltene Thrombosen - also Blutgerinnsel - im Gehirn zu verursachen. In mehreren Ländern, darunter Dänemark, Deutschland und Großbritannien, wurden entsprechende Todesfälle kurz nach der Impfung dokumentiert. Ob ein Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und den Gerinnseln besteht, ist derzeit noch Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. (mz)