Ruckzuck und der Staub ist weg

Zörbig hat mehrere Straßen mit einer neuen Deckschicht versehen

Von Michael Maul
Die Sanierung in der Straße ?Vor dem Leipziger Tor? in Zörbig ging schnell voran.
Die Sanierung in der Straße ?Vor dem Leipziger Tor? in Zörbig ging schnell voran. (Foto: André Kehrer)

Zörbig/MZ - Geschwindigkeit ist keine Hexerei. Das wissen sowohl die Angestellten der Zörbiger Stadtverwaltung als auch die Mitarbeiter der Firma Bausion aus Landsberg. Dennoch kann man bei der Sanierung der Deckschichten von Straßen von einem rasanten Bauablauf sprechen. Es sind immer nur Tagesbaustellen, die nach der Arbeit wieder befahrbar sind.

„Wenn alles so schnell ablaufen würde wie die Sanierung von Straßen mit dem so genannten Tränkungsverfahren, könnte man ruckzuck wieder gute Straßenverhältnisse bekommen“, sagt Nicole Wetzel vom Zörbiger Bauamt, die für die Koordinierung der Arbeiten zuständig ist. Es sei natürlich nicht mit einem grundhaften Ausbau der Straßen zu vergleichen, sorge aber wieder für ein angenehmes Fahrgefühl und vor allem weniger Staubbelästigung.

Weniger finanzielle Mittel zur Verfügung duch weggefallene Straßenausbaubeiträge

Vorher habe man die Pisten fast jährlich ausbessern müssen, was jede Menge Zeit und vor allem viel Geld kostete, erklärt sie. Mit diesem Verfahren gehe alles viel schneller und sei im Vergleich zu den ständigen Ausgaben wesentlich preiswerter. Auch habe man wegen des Wegfalls der Straßenausbaubeiträge nicht mehr so viel finanzielle Mittel zur Verfügung, um große Bauvorhaben an Straßen im Stadtgebiet bezahlen zu können, sagt sie.

Aus dem Spezialfahrzeug kommt die Bitumenemulsion.
Aus dem Spezialfahrzeug kommt die Bitumenemulsion.
(Foto: André Kehrer)

„Wir haben uns für diese Maßnahme entschieden, da sie auch in andern Kommunen gute Ergebnisse gebracht hat“, ergänzt Bürgermeister Matthias Egert. Was woanders funktioniere, müsse auch in Zörbig und den kleinen Ortsteilen Erfolge bringen, ist sich Egert sicher. Und so habe man sich dafür entschieden, zuerst einen Teil der Thomas-Müntzer-Straße in Rieda sowie in Zörbig Vor dem Leipziger Tor die Straße wieder in eine ordentlichen Zustand zu versetzen. Geplant sind demnächst noch die Straße in Wadendorf und Teile der Bismarckstraße in Rieda. Wann genau das geschehen könne, stehe aber noch nicht fest.

Bei dem Tränkungsverfahren wird die vorhandene Tragschicht planiert und ausgebessert

Bei dem Tränkungsverfahren wird die vorhandene Tragschicht planiert und ausgebessert. Danach wird eine Bitumenemulsion mit einem speziellen Fahrzeug aus geringer Höhe auf den vorhandenen Untergrund aufgebracht. Um alles gleichmäßig aufzutragen, würden die Einbauzüge über eine elektronische Bindemitteldosierung, die eine gleichmäßige Verteilung auf der gesamten Straßenbreite gewährleistet, verfügen, war von der Landsberger Firma zu erfahren.

Diese Arbeitsschritte würden sich bis zu dreimal wiederholen, jedoch immer mit einer anderen Körnung der Emulsion. Nach jedem Arbeitsgang werde der aufgebrachte Split mit der Gummiwalze angewalzt, um eine bestmögliche Haftung zwischen Untergrund, Bitumenemulsion und Split zu gewährleisten. Danach könne die Straße für den Fahrzeugverkehr freigegeben werden.