Schulstart in mehreren Facetten

Worauf sich Schüler im Altkreis Bitterfeld einstellen müssen und wo noch kräftig gebaut wird

Von Christine Färber, Andrea Dittmar und Ulf Rostalsky
An der  Sekundarschule I Wolfen-Nord wird gebaut. Zuerst ist die  Fassade  dran.
An der Sekundarschule I Wolfen-Nord wird gebaut. Zuerst ist die Fassade dran. (Foto: André Kehrer)

Bitterfeld/MZ - Schule ist cool, wäre da nicht die Zeit zwischen den Pausen ... Die beginnt heute wieder. In vielen Schulen des Landkreises hat sich in den Ferien aber einiges getan, damit die Atmosphäre besser wird. Es wurde saniert, gebaut, verschönert.

Millionen für die Sekundarschule I in Wolfen-Nord

Für die Sekundarschule I in Wolfen-Nord kam während der Ferienwochen ein schöner Batzen Geld: zwei Millionen Euro für die Sanierung des 1976 errichteten und 1991 schnellsanierten Gebäudes. Die Fassade einschließlich Fenster soll jetzt grundlegend saniert, das Dach neu gedeckt werden. Begonnen wurde bereits mit Arbeiten an der Fassade, wie Schulleiter Gerd Hübner sagt. „Das sind die ersten Millionen, die wir für die Schulsanierung erhalten“, erklärt er. „Grob geschätzt brauchen wir zwölf. Wenn jedes Jahr zwei Millionen Euro kommen, kann man sich ausrechnen, wann die Schule fertig ist.“ Hübner weiß aber auch: Die Zuweisungen hängen letztlich von der finanziellen Situation des Landkreises ab.

Los geht es jetzt an der Sekundarschule I endlich mit dem Breitbandausbau. „Alle Räume sind von einer Fachfirma vermessen worden, die Kostenangebote laufen jetzt ein“, so der Schulleiter, der hofft, dass das Netzwerken schon bald funktionieren kann. Das Geld sei vom Träger, dem Landkreis, bereitgestellt. Allerdings, meint er, wird es wohl nur für den Netzausbau reichen, nicht mehr für die Computer selbst.

„Wir waren leider nicht förderfähig für Luftfilter in der Grundschule“

In der Zörbiger Grundschule wurde nicht gewerkelt - stattdessen denken die Verantwortlichen schon an den kommenden Herbst. „Wir waren leider nicht förderfähig für Luftfilter in der Grundschule“, erklärte Bürgermeister Matthias Egert (CDU) auf MZ-Anfrage. Die Stadt hatte sich für diese Maßnahmen beworben. Eingehalten werden müsse aber weiterhin die Vorgabe, alle 20 Minuten zu lüften. Gerade im Herbst und Winter werde das schwierig. „Wir werden die Heizanlage neu einstellen müssen und denken darüber nach, Lüfter zu Eigenkosten anzuschaffen“, so Egert.

Geklotzt wurde in der unterrichtsfreien Zeit an vielen Orten. Eine der größten Maßnahmen im Außenbereich stand dabei am kombinierten Schul-, Kita- und Hortstandort in Gossa an. Gerade erst fanden dort die Asphaltierungsarbeiten statt. „Der Schulhof ist damit im Wesentlichen fertiggestellt“, erklärt Muldestausee-Bürgermeister Ferid Giebler (parteilos). Es ist eine Punktlandung. Denn das Mammutprojekt war bewusst in die Ferien verlegt worden, um den Unterrichtsbetrieb nicht zu stören. Fest steht allerdings, dass noch einige wenige Restarbeiten zu erledigen sind. So ist unter anderem noch die Bepflanzung eines Teils der weitläufigen Anlage zu realisieren. „Aber das kann auch bei laufendem Unterricht erfolgen, ohne wirklich zu stören“, so Giebler.

Klare Hygieneregeln am Wolfener Heinrich-Heine-Gymnasium

Die Baumaßnahme in Gossa wird nach der Richtlinie zur Förderung der Schulinfrastruktur unterstützt. Die Gemeinde Muldestausee hat für die Neugestaltung des Areals gut 74.000 Euro Fördergeld bekommen. Mit dem Anteil der Kommune dürfte der Bau so mit einer fast sechsstelligen Summe zu Buche schlagen.

Gebaut wird an den Gymnasien nicht, rege Betriebsamkeit herrschte aber dennoch. In den Beratungen zum heutigen Schulstart ging es offenbar auch um die Umsetzung der Normen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Auf der Internetseite des Wolfener Heinrich-Heine-Gymnasiums macht Schulleiterin Uta Prüfer darauf aufmerksam, dass außerhalb des Unterrichtsraumes auch künftig Mund-Nasen-Schutz zu tragen ist, ältere Schüler einen Test-, Impf- oder Genesenennachweis brauchen und für minderjährige Schüler das Einverständnis zum Test in der Schule vorhanden sein muss.