Papierfabrik in Sandersdorf

Progroup erreicht 2021 erstmalig über eine Milliarde Euro Umsatz - Weitere Investitionen geplant

13.10.2021, 09:12
Die Papierfabrik in Sandersdorf gehört zum Progroup-Konzern.
Die Papierfabrik in Sandersdorf gehört zum Progroup-Konzern. Foto: Kehrer

Landau/Sandersdorf/MZ - Die Firma Progroup, die unter anderen die Papierfabrik in Sandersdorf betreibt, hat Anfang Oktober 2021 erstmals in der Unternehmensgeschichte einen Umsatz von über einer Milliarde Euro verzeichnet. Darüber hinaus konnte das Vorjahres-Ergebnis bereits vor Jahresende 2021 überschritten werden. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

„Bereits seit dem dritten Quartal 2020 ist die Nachfrage nach Wellpappe europaweit extrem hoch. 2021 hat sich diese Dynamik sogar noch verstärkt. Eine Entwicklung, die wir über alle Märkte hinweg beobachten“, sagt Jürgen Heindl, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Progroup. Er betont: „Dass wir trotz der Herausforderungen der Corona-Pandemie unsere Ziele so zuverlässig umsetzen konnten, ist ein echter Teamerfolg. Nur so war es uns möglich, die hohen Bedarfe unserer Kunden zuverlässig zu bedienen.“

Als treibende Kraft wird in der Pressemitteilung der boomende Internethandel und das allgemein veränderte Konsumverhalten genannt. Die Nutzung verpackter Güter gegenüber anderen Produkten, stieg an. „Das beobachten wir in vielen Branchen – von Lebensmitteln über Elektrogeräte und Kleidung bis zu Pharma- und Hygieneprodukten.“ Hinzu käme, das Verbraucher und damit auch der Handel immer stärker recyclingfähigen Verpackungen fordern. „Somit gewinnen Verpackungen aus Wellpappe gegenüber anderen Produkten zusätzlich an Bedeutung“, so Heindls. Solche werden in Sandersdorf produziert.

Jürgen Heindl, Vorstandsvorsitzender und Gründer von Progroup
Jürgen Heindl, Vorstandsvorsitzender und Gründer von Progroup
Foto: Hendrik Schmidt

Auch in Zukunft möchte Progroup weiter wachsen. So auch am Standort Sandersdorf. Hier plant das Unternehmen ein neues Kraftwerk, in dem ausschließlich Ersatzbrennstoffe zum Einsatz kommen und will dafür 135 Millionen Euro investieren. Verwertet werden sollen nicht mehr brauchbares Papier sowie im Abfall enthaltene Fremdstoffe wie Holz. Das Gros des Brennstoffs fällt vor Ort an. Doch die Pläne stoßen bei Anwohnern auf Widerstand. So wird befürchtet, dass sich die Geruchsbelästigung weiter verstärkt. Die Firma bestreitet das.

Die Papierfabrik in Sandersdorf ist eine der modernsten ihrer Art und leistungsstark: Aus 100 Prozent Altpapier werden hier jährlich 750.000 Tonnen Wellpappenrohpapier hergestellt.