Engagement bei RB Leipzig

Engagement bei RB Leipzig: Q-Cells zurück in der Fußball-Bundesliga

Thalheim/Leipzig - Q-Cells kehrt am Sonntag in die Bundesliga zurück. Ab dem ersten Fußball-Heimspiel des Kooperationspartners RB Leipzig macht das Unternehmen wieder vor einem Millionenpublikum auf sich aufmerksam. Vereinbart sind unter anderem der Schriftzug „Q-Cells“ auf den LED-Banden, auf Flächen neben den Toren sowie das Zeigen von Werbespots auf der Videowand im Stadion. Bis vor fünf Jahren warb Q-Cells noch beim Bundesligisten Borussia ...

Von Stefan Schröter
Hanwha Q Cells wird internationaler Partner von RB Leipzig

Q-Cells kehrt am Sonntag in die Bundesliga zurück. Ab dem ersten Fußball-Heimspiel des Kooperationspartners RB Leipzig macht das Unternehmen wieder vor einem Millionenpublikum auf sich aufmerksam. Vereinbart sind unter anderem der Schriftzug „Q-Cells“ auf den LED-Banden, auf Flächen neben den Toren sowie das Zeigen von Werbespots auf der Videowand im Stadion. Bis vor fünf Jahren warb Q-Cells noch beim Bundesligisten Borussia Dortmund.

"Großflächige Botschaften“ an die Stadionbesucher

Die Werbemaßnahmen umfassen laut Hanwha Q-Cells nur die Heimspiele der Fußball-Bundesliga. „Wenn man auch in der Champions League, Europa League oder bei Pokalspielen werblich präsent sein will, muss man entsprechende Verträge mit der UEFA oder dem DFB schließen“, erläutert Hanwha-Q-Cells-Sprecher Jochen Endle. Auf den Namen Hanwha des mittlerweile südkoreanisch geführten Unternehmens wird beim Werben verzichtet. „Denn wir verkaufen unsere Produkte in Europa unter der Marke Q-Cells“, sagt Endle.

Das Unternehmen richtet die Werbung sowohl an die Fernsehzuschauer als auch an die Stadionbesucher. Welche zusätzlichen Inhalte in den Videowand-Spots und der LED-Bande zu sehen sein werden, wollte das Unternehmen vor dem Heimspielstart noch geheim halten. Bei den RB-Heimspielen wirbt Hanwha Q-Cells laut eigenen Angaben auch exklusiv auf den Trainerbänken. Die Vorderseite richte sich an den TV-Zuschauer. Die Rückseite der Bänke werde „explizit für großflächige Botschaften“ an die Stadionbesucher genutzt.

Bekannter werden in Deutschland und Europa

Mit dem Engagement will der Konzern offenbar zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Einerseits will das Unternehmen deutschland- und europaweit bekannter werden und damit den Absatz seiner Produkte erhöhen. Andererseits spricht es Fachkräfte im Stadion an, die für das Unternehmen in Bitterfeld-Wolfen arbeiten könnten. Sprecher Jochen Endle: „Aktuell finden sich über 30 offene Stellen auf unserer Internetseite.“

Und die Kooperation zwischen dem Fußballverein und dem Solarunternehmen geht noch weiter: „Darüber hinaus werden wir mit ganzseitigen Anzeigen im RB Leipzig Club-Magazin vertreten sein, das von Fans in der ganzen Region gelesen wird“, so Endle.

Kooperation ist seit Ende Juli bekannt

Auch Hanwha-Q-Cells-Mitarbeiter profitieren von der Partnerschaft. Laut Unternehmensangaben können die Angestellten über interne Verlosungen Tickets für die Partien in Leipzig ergattern. „Pro Heimspiel handelt es sich um mehrere Karten.“

Die Kooperation ist seit Ende Juli bekannt. Nach Angaben des Fußballvereins läuft der Vertrag zwei Jahre und enthält eine Option auf Verlängerung. RB-Leipzig-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff schwärmt davon, dass sein Fußballverein und Hanwha Q-Cells „die Leidenschaft für Energie, Hochleistung sowie Qualität teilen“. Man passe perfekt zueinander. Mintzlaff freue sich, dass „Partner-Portfolio um eine starke Marke erweitern zu können.“

Volumen der Vereinbarung unklar

Welches Volumen die Vereinbarung umfasst, ist unklar. Es dürfte sich um mehrere Millionen Euro handeln, die nach Leipzig wandern. Auch die Stadt Bitterfeld-Wolfen freut sich auf MZ-Nachfrage über die reichweitenstarke Kooperation des Solarunternehmens mit Sitz in Bitterfeld-Wolfen: „Denn damit macht es auch Werbung für die Stadt“, erklärt Stadtsprecherin Katrin Kuhnt.

Vergangene Woche sei bei einem Unternehmens-Besuch von Oberbürgermeister Armin Schenk (CDU) auch das kommunale Engagement von Hanwha Q-Cells besprochen worden. „Dieses wird weiterhin bestehen bleiben. So sollen beispielsweise städtische Veranstaltungen oder Projekte unterstützt werden“, heißt es aus der Pressestelle der Stadt. Kommune und Unternehmen würden beidseitig eine enge Kooperation anstreben.

(mz)