Corona und Sicherheit

Corona und Sicherheit: Robby Stanull ist für Sicherheit von Firmen in Bitterfeld-Wolfen zuständig

Bitterfeld - Der Bitterfelder ist für die Sicherheit von Firmen zuständig. Derzeit stehen Kontrollen in Kaufhallen auf der Tagesordnung.

Von Michael Maul

Die derzeitige Corona-Krise hat auch die Sicherheitsbranche voll erwischt. Veranstaltungen, bei denen die Männer von Robby Stanull für die Einlasskontrollen zuständig waren, fallen aus.

„Auch wenn es für meine Leute eine völlige Umstellung ist, Kunden auf die Einhaltung des Sicherheitsabstandes hinzuweisen und Einkaufswagen zu desinfizieren, sind wir froh, dass wir keine Kurzarbeit beantragen mussten“, sagt der Bitterfelder. Und wenn alles vorbei ist, hofft der Sicherheitschef, dass die Partys wieder richtig losgehen und er sowie seine Mannschaft wieder in dieser Branche zu tun haben.

Angefangen hat es bei dem in Wolfen geborenen Stanull nach der Schule mit einer Lehre als Elektroinstallateur. Diesen Beruf hat er bei einer Privatfirma in Brehna auch ausgeübt. Nebenbei habe sich die Gelegenheit geboten, als Türsteher in diversen Diskotheken, die es damals in der Region noch gab, etwas dazu zu verdienen.

Was als Ein-Mann-Firma begann, hat sich zu einer Firma mit fünf fest Angestellten gemausert

„Das hat Spaß gemacht und so habe ich mich entschlossen, im Jahr 2000 den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen“, blickt er zurück. Was damals als Ein-Mann-Firma begann, habe sich derzeit zu einer Firma mit fünf fest Angestellten gemausert. „Bei größeren Events werden dann schon einmal ein paar Pauschalkräfte dazu bestellt“, so Stanull. Mit nur fünf Mann könne man große Festivals oder die Public-Viewing-Veranstaltungen nicht stemmen, weiß er aus Erfahrung

Doch nicht nur die Sicherheit von Veranstaltungen steht bei der Firma S+S Security auf der Tagesordnung, auch die Bestreifung von Objekten, die Alarmverfolgung und auch der Schließdienst wird von den Mitarbeitern ausgeführt. „Weiterhin haben wir den Parkplatzservice noch im Angebot“, ergänzt der Bitterfelder.

Bei all der Arbeit, die auch trotz der Corona-Krise nicht abreißt, ist Robby Stanull stolz darauf, schon vom Beginn an zuverlässige Auftraggeber gehabt zu haben. Die Sparkasse nennt er als einen Kunden, der von Anfang an und immer noch auf die Arbeit der Bitterfelder Sicherheitsleute baut. Im Laufe der Jahre seien dann die Goitzsche an sich, der Pegelturm, die Villa und andere Geschäfte am Rande des Sees dazugekommen. „Die 20 Jahre, die wir als Firma hinter uns gebracht haben, waren nicht immer leicht, aber erfolgreich“, freut sich Stanull.

„Wir sorgen für die Sicherheit, schon bevor etwas schief geht“

Doch wer denkt, als Türsteher oder Sicherheitsmann nur mit den Muskeln spielen zu müssen und alles werde gut, der liege völlig daneben, weiß der Bitterfelder. „Meine Leute und ich haben eine Ausbildung bei der Industrie- und Handelskammer absolviert und können uns Fachkraft für Schutz und Sicherheit für Gewerbe nennen“, beschreibt er die Hintergründe.

Man müsse in dem Job neben einer gewissen Kraft vor allem Menschenkenntnis haben. „In brenzligen Situationen müssen meine Leute vor allem deeskalierend wirken und versuchen, Streitigkeiten schon im Keim zu ersticken“, nennt der Chef die wichtigsten Aufgaben. Dazu sei eine große Portion Menschenkenntnis erforderlich und auch das persönliche Auftreten gegenüber anderen Menschen spiele eine große Rolle.

„Wir sorgen für die Sicherheit, schon bevor etwas schief geht“, ist die Devise des 45-Jährigen. „Und das hoffentlich noch viele Jahre“, sagt er. (mz)