Durchfeiern auf dem Markt

Bitterfeld erlebt einen dreitägigen Veranstaltungsmarathon

Seniorenmarkt, Karat, Classic Sommernacht und Bürgerbrunch nutzen dieselbe Bühne - und der Kulturpalast öffnet.

Von Frank Czerwonn 21.09.2021, 10:34
Der Marktplatz in Bitterfeld
Der Marktplatz in Bitterfeld (Foto: André Kehrer)

Bitterfeld/MZ - Bitterfelds Marktplatz verwandelt sich am bevorstehenden Wochenende zum abwechslungsreichen Kultur-, Begegnungs- und Feierort. Drei Tage lang folgt dort ab Freitag ein Spektakel auf das andere. Ergänzt wird der Veranstaltungsreigen durch die kurzzeitige Öffnung des Kulturpalasts für die Bürger.

Ermöglicht und verursacht in gleichem Maße wird dieser Feiermarathon durch Corona: Einerseits mussten Veranstaltungen mehrfach verschoben werden, andererseits sind sie nun unter freiem Himmel möglich. „Durch die Zusammenlegung profitieren alle Anbieter, weil wir Bühne, Gastro und teils die Bestuhlung gemeinsam nutzen können“, erklärt Gabriela Schulze, Sachbereichsleiterin Kultur/Tourismus der Stadt.

Konzert von Karat im Kulturhaus wurde mehrfach verschoben, nun findet es auf dem Markt unter freiem Himmel statt

So sollte der Bitterfelder Seniorenmarkt ursprünglich im Juli über die Bühne gehen. Nun eröffnet er - organisiert vom Seniorenbeirat - den Reigen auf dem Marktplatz am Freitag um 10 Uhr. Verschiedene Vereine stellen Angebote in Sachen Sport und Gesundheit vor, der „Mode-Express“ zeigt eine Modenschau. Und Schlagersängerin Maja Catrin Fritsche geht mit den Gästen um 14 Uhr auf musikalische Zeitreise.

Karat spielt auf dem Markt.
Karat spielt auf dem Markt.
(Foto: Thomas Meinicke)

Am späten Nachmittag wird dann umgeräumt. Denn um 20 Uhr spielt hier die Band Karat. Deren Konzert im Kulturhaus wurde mehrfach verschoben, nun findet es auf dem Markt unter freiem Himmel statt. Fast 600 Karten wurden verkauft - doch die Regeln lassen so viele Zuschauer im Kulturhaus nicht zu. „Jeder, der eine Karte gekauft hat, bekommt einen Platz entsprechend seiner Preiskategorie“, sagt Schulze. 570 Stühle hat man sich bei der Stadt Sandersdorf-Brehna geliehen, die werden ähnlich wie im Kulturhaus angeordnet. Es gelten die 3-G-Regeln. Zudem wird eine Teststation aufgebaut. Die Kontaktverfolgung erfolgt über die Luca-App oder schriftlich. Die Versorgung vom Seniorenmarkt wird beim Karat-Konzert genutzt.

Bevor dessen Sanierung startet, öffnet der Kulturpalast noch mal die Türen

Stühle und Bühne bleiben danach - bewacht von Security-Leuten - stehen. Denn Samstagabend steigt bereits das nächste Großkonzert für die ganze Familie. Zuvor aber dürften sich viele auf den Weg zum Kulturpalast machen. Bevor dessen Sanierung startet, öffnet die Firma „Palastwache“ (vormals Splitter Promotion) ab 10 Uhr noch mal die Türen. „Besucher können sich am ,Tag im Palast’ umsehen und mit den Mitarbeitern des Vereins Kulturpark ins Gespräch kommen, die im nächsten Jahr hier das Festival ,Osten’ veranstalten“, sagt Organisatorin Mareike Schätz. Bis 13.30 Uhr werden man die Gäste in Gruppen einlassen.

Auf dem Markt beginnen unterdessen die Vorbereitungen für die „Classic Sommernacht“, die 17.30 Uhr (Einlass eine Stunde früher) beginnt. Auf der mit 240 Quadratmetern größten Open-Air-Bühne, die es je in Bitterfeld gab, spielen 60 Musiker des Akademischen Orchesters Halle unter Matthias Erben. Zudem sind als Solisten Violinist David Malaev, Gitarrist Jacob Romero Kressin, Opernsängerin Elisabeth Kapanadze und Pianistin Shanna Griniwa zu erleben.

Den Abschluss der drei tollen Tage bildet am Sonntag ab 11 Uhr ein Bürger-Brunch

Das Repertoire reicht von Oper bis zu modernen Klängen. Zudem treten das Wolfener Ballettensemble und die Musikschule Bitterfeld auf. Die künstlerische Leitung hat Bastian Thomas Kohl. Der Eintritt ist frei. Doch die 500 Bändchen sind fast komplett vergeben.

Den Abschluss der drei tollen Tage bildet am Sonntag ab 11 Uhr ein Bürger-Brunch, zu dem der Verein „Bitterfeld 2024“ in Vorbereitung auf das dann stattfindende Stadtjubiläum einlädt. Es gibt Brötchen gegen eine Spende, Kaffee und andere Speisen und Getränke. „Leider können Besucher wegen der Coronaregeln nicht selber Leckereien mitbringen“, sagt Vize-Vereinschef Thomas Vieweg. Man will ins Gespräch kommen und Ideen für das Jubiläum sammeln.