Appartementbau

Appartementbau: Wohnen und Saunieren mit Blick auf die Goitzsche

Bitterfeld - Neubau mit 20 Appartements und Wellnessbereich entsteht am Seeufer. Bei der Investition werden etwa 2,5 Millionen Euro verbaut. Wer darf einziehen?

Von Sylvia Czajka

Schwitzen am Goitzschesee. Das ist eigentlich nichts Besonderes. Doch schon bald wird dies auch ohne Bewegung möglich sein. Versprochen! Eine Saunalandschaft macht es möglich. Die entsteht derzeit am Ufer des Naherholungsgebietes - mit garantiertem Seeblick.

Der Startschuss für den Neubau - in dessen Obergeschoss sich die Saunalandschaft befinden wird - ist erfolgt. Bauherrin ist Cornelia Heidrich, Geschäftsführerin von Pflege mobil, Wolfen. Vis à vis des Seniorenwohnsitzes „Palais am See“ werden 20 Appartements in einem Haus eingerichtet. Alle werden über einen Balkon verfügen, Seeblick haben, betont Cornelia Heidrich.

Etwa 2,5 Millionen Euro fließen in das Vorhaben. Mit einer Bauzeit von einem Jahr rechnet der zuständige Köthener Bauingenieur Ingo Weise. Die Grundfläche des Neubaus misst 960 Quadratmeter, die Grundstücksgröße betrage insgesamt etwa 2000 Quadratmeter.

Fitnessangebot in Vorbereitung

Alle Appartements werden barrierefrei und energieeffizient gebaut, betont Heidrich. In den jeweils 55 Quadratmeter großen Wohnungen sollen sich die künftigen Bewohner wohlfühlen, betont Mitgeschäftsführerin Juliane Heidrich.

Das Wohnangebot gelte übrigens nicht nur für Senioren. Alle Altersschichten seien angesprochen.

Neben einer Saunalandschaft sei auch noch ein Fitnessangebot in Vorbereitung. Pädagogisches Tanzen können sich die Heidrichs beispielsweise vorstellen. All das werde nicht nur den Mietern geboten, sondern auch Außenstehende sollen das Wellnessangebot im Obergeschoss des neuen Hauses gegen Bezahlung nutzen können. Sauna mit Seeblick.

Nach Raguhn - „zum Schnattern“

Apropos Seeblick. Der ist für Johanna Walter bereits Alltag. Und sie genießt ihn. Da werde man nie müde, aus dem Fenster zu schauen, erzählt sie. Die 78-Jährige ist im Palais am See heimisch geworden. Noch vor etwa zwei Jahren befand sich ihr Zuhause in Raguhn. In einem der Siedlungshäuser verbrachte sie fast ihr ganzes Leben.Das Haus ist verkauft. Johanna Walter hat eine Entscheidung getroffen. „Die richtige“, sagt sie. Es geht ihr gut. Sie hat neue Freunde gefunden und vernachlässigt auch die alten nicht.

Einmal im Monat geht’s nach Raguhn - „zum Schnattern“. Dann werden die guten alten Zeiten wieder lebendig und Neuigkeiten ausgetauscht. Der Umzug an den See sei ihr nicht so schwer gefallen. Es fehle ihr an nichts. Kein Grund zur Klage. Jammern ist nicht Johanna Walters Ding. Man müsse sich des Lebens freuen und sollte jeden Tag genießen. Auf die neuen Nachbarn freut sich Johanna Walter schon. Im nächsten Jahr soll das neue Haus stehen, davon hat sie schon gehört. So etwas spricht sich eben am See schnell herum.  (mz)