Politik

Wahl des Kreisvorstandes Salzlandkreis verschoben

Linke wollen im März über Neubesetzung entscheiden. Bernburgerin Henriette Krebs stellt sich der Wiederwahl.

Von Andreas Braun 30.11.2021, 14:00
Henriette Krebs koordiniert Termine im Wahlkreisbüro von Jan Korte. Sie stellt sich der Wiederwahl als Kreisvorsitzende.
Henriette Krebs koordiniert Termine im Wahlkreisbüro von Jan Korte. Sie stellt sich der Wiederwahl als Kreisvorsitzende. Foto: Andreas Braun

Bernburg/MZ. - Einen neuen Kreisvorstand wird die Partei Die Linke im Salzlandkreis vorerst nicht bekommen. Vorgesehen war, dass am Samstag, 27. November, eine Kreisversammlung stattfindet. Doch das zerschlug sich wegen der angespannten Coronalage, sagt Henriette Krebs, die den Kreisvorsitz inne hat. Voraussichtlich am letzten Märzwochenende im nächsten Jahr wird die Kreisversammlung nun einen neuen Vorstand wählen. Bis dahin, so Henriette Krebs, bleibt der alte Vorstand im Amt.

Das heißt, auch die Amtszeit von Jörg Lemmert verlängert sich. Zusammen mit Jörg Lemmert bildet Henriette Krebs die Doppelspitze. Doch Lemmert zieht es weg aus Bernburg nach Berlin, wo er mit seiner langjährigen Freundin leben wird. Am vergangenen Samstag sollte er von seinen Verpflichtungen entbunden werden und eventuell ein Nachfolger gewählt werden. Doch nun bleibt Lemmert noch eine Weile Vorsitzender. „Wir werden in nächster Zeit öfter auf Telefon- und Videokonferenzen ausweichen. Da ist es ja nicht so wichtig, wo man ist. Das geht auch von Berlin aus“, sagt Henriette Krebs, die dem Kreisvorstand schon bekundet hat, dass sie sich im März der Wahl zur Vorsitzenden wieder stellt. Entschieden werden wird auch, ob es weiterhin eine Doppelspitze geben wird. Das hänge davon ab, wer sich bewirbt und ob das von der Versammlung so gewollt ist. „Ich würde auch allein weitermachen. Ich habe viel von Jörg gelernt, der sich wiederum von Lothar Boese vieles abgeguckt hat“, sagt Henriette Krebs. Boese hatte lange Jahre den Kreisvorsitz in Bernburg und später des Salzlandkreises inne.

Lemmert hatte auch seinen Job als Mitarbeiter im Wahlkreisbüro vom Bundestagsabgeordneten Jan Korte aufgegeben. Diese Stelle hat nun Henriette Krebs übernommen. Und nach den ersten Wochen habe sie sich gut eingewöhnt. Das Büro kennt sie ja als Kreisvorsitzende und so war nicht alles neu. „Wir werden das Büro an der Wilhelmstraße offen halten, so lange es geht. Allerdings mit der Einschränkung, dass die 3-G-Regel gilt“, so Henriette Krebs.