Bernburger bei ZDF-„Küchenschlacht“

Von Sterne-Koch Robin Pietsch gibt es ein Lob

37-Jähriger zeigte seine Fähigkeiten am Herd in der ZDF-„Küchenschlacht“. Wer ihn dafür angemeldet hat.

Von Susanne Schlaikier
Carsten Metzler aus Bernburg ist Kandidat in der ?Küchenschlacht? im ZDF. Foto: Metzler

Bernburg - „Die Soße ist ein bisschen dünn. Aber sonst lecker.“ Auch das Fleisch sei fluffig. So lobt Sachsen-Anhalts Sterne-Koch Robin Pietsch aus Wernigerode das Gericht von Carsten Metzler. Der 37-jährige Bernburger ist begeisterter Hobbykoch und hat Juror Robin Pietsch mit seinen Königsberger Klopsen überzeugt.

Metzler war in der Woche ab Montag, 26. April, Kandidat in der Kochshow „Die Küchenschlacht“ im ZDF, in der montags jeweils sechs Hobbyköche gegeneinander antreten und am Ende ein Wochensieger gekürt wird. Moderiert wird die Show immer von einem Profikoch. In diesem Fall ist es Nelson Müller.

Ein anderer Profikoch entscheidet als Juror, wer am nächsten Tag noch einmal wiederkommen darf. Das Motto am Mittwoch ist: „Regionale Klassiker“, wo sich Carsten Metzler mit seinen Klopsen in die nächste Runde am Donnerstag gekocht hat.

Begonnen hatte der Bernburger, den Nelson Müller als den „MacGyver der Küchenschlacht“ bezeichnet, weil er so viel könne, die Woche mit seinem „Leibgericht“: Gebratene Salbei-Leber mit buntem Kartoffelstampf. „Das isst sogar mein dreijähriger Sohn“, erzählt Metzler, der mit Anfang 20 seine Leidenschaft fürs Kochen entdeckt hat.

Wobei von „Leidenschaft“ da wohl noch keine Rede sein konnte. Er habe überhaupt erstmal angefangen zu kochen, erzählt Metzler. Er erinnert sich da an eine Bulette, die er braten wollte und eher „so etwas wie Gehacktesstippe“ herauskam. Er habe sich aber Stück für Stück herangetastet, erzählt der Hobbykoch, der in der Regel nicht nach Rezept, sondern nach Gefühl kocht und oft die Zutaten zum Kochen nimmt, die sich im Kühlschrank finden.

„Sie war der Meinung: Ich kann das.“

Carsten Metzler über seine Frau, die ihn beim ZDF anmeldete

Für die Kochshow angemeldet hat ihn seine Frau. Das war im April 2020 - und es war ihr Geburtstagsgeschenk. „Sie war der Meinung: Ich kann das“, erzählt der Servicetechniker für Laborautoklaven (Dampfsterilisatoren) im Außendienst. Er selbst wäre nie auf die Idee gekommen, sich zu bewerben - und wollte zunächst auch „kneifen“.

Nie würde er da hinfahren, berichtet er von seiner ersten Reaktion. Und nachdem sich die Redaktion einige Monate nicht gemeldet hatte, war das Thema für ihn auch fast erledigt - so lange, bis eine E-Mail seine Frau erreichte und die Mitarbeiter vom Fernsehen ein erstes Gespräch mit ihm führten.

Im Februar ist er dann mit dem Ziel, „nur nicht in der ersten Sendung rauszufliegen“, zur Aufzeichnung der Sendung nach Hamburg gefahren. Besonders am ersten Tag sei er sehr nervös gewesen, gesteht Metzler, was aber nicht nur an der ungewohnten Studiosituation mit den Kameras lag, sondern auch an der begrenzten Zeit, die den Kandidaten zur Verfügung steht:

In nur 35 Minuten müssen die Gerichte fertig sein. Da sei eben vieles nicht machbar, sagt der gelernte Elektriker, der seit mittlerweile fast 16 Jahren als Servicetechniker arbeitet und dabei auch schon in der Welt herumgekommen ist: „Russland, Brasilien oder Malaysia“, zählt er auf. Heute ist der Bernburger beruflich vor allem in Ostdeutschland unterwegs.

Im Gegensatz zu ihm aber war das Team im Fernsehstudio „völlig tiefenentspannt“. Die Atmosphäre vor Ort sei fast schon familiär gewesen und Nelson Müller habe er als sympathisch und gut vorbereitet erlebt, berichtet Metzler. „Es war spannend“, lautet sein Fazit rückblickend. Die Erfahrung sei es wert gewesen. Lust auf mehr habe er aber dadurch nicht bekommen. Das Kochen sei ein Hobby - und das soll es auch bleiben. (mz)