Entscheidung rückt näher

Soll die alte Sekundarschule in Baalberge abgerissen werden?

Zwei Varianten sind möglich: Den Plattenbau umbauen und einen Anbau errichten – oder ein komplett neues Gebäude.

Von Susanne Schlaikier 13.10.2021, 10:00
Das Schul- und Kitazentrum in Baalberge aus der Vogelperspektive.
Das Schul- und Kitazentrum in Baalberge aus der Vogelperspektive. Foto: Steffen Hergesell

Baalberge/MZ - Soll die alte Sekundarschule in Baalberge abgerissen und an dieser Stelle eine neue Grundschule errichtet oder das alte Gebäude erhalten und umgebaut werden? Der Stadtrat hat sich in seiner jüngsten Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus in Gröna in dieser Frage zwar noch nicht eindeutig positioniert – aber dass etwas passieren muss, ist den Verantwortlichen ganz offensichtlich klar.

Das jetzige Gebäude der Grundschule, das einst nicht für den Schulbetrieb vorgesehen war, könne nicht mehr weiterentwickelt werden, sagte Oberbürgermeister Henry Schütze (parteilos) zum gegenwärtigen Zustand.

Dennoch soll der Schulstandort Baalberge erhalten werden. Zumal es dort nicht nur generell eine gute Infrastruktur gebe, sondern sich eine neue Kita und eine sanierte Turnhalle sowie der Hort – dessen Dach gerade erneuert wird – in unmittelbarer Nähe befinden.

„Die Schülerzahlen gehen in Richtung Zweizügigkeit“, so Schütze. Nun müsse man sich entscheiden, ob der alte Plattenbau umgebaut und einen Anbau erhalten soll oder ob ein komplett neues Gebäude errichtet werden soll. Das könnte von Anfang an ebenerdig und barrierefrei gebaut werden, so Schütze. Dafür bräuchte die Stadt aber noch mehr Platz – und damit mehr Grundstücksfläche, gibt er zu bedenken.

Schütze schlug also vor, die Verwaltung zu beauftragen, „beide Varianten noch mal genauer zu untersuchen“. Und er fügte hinzu, dass die Verwaltung bei der Finanzierung nach Alternativen suchen sollte, wenn es keine Fördermittel geben sollte, wie es auch schon im Bauausschuss besprochen worden war. „Ich halte aber nichts von einem Schnellschuss“, sagte der Oberbürgermeister abschließend.

Gerd Klinz mahnte jedoch noch einmal zur Eile: „Wir haben das Thema seit fünf Jahren auf der Agenda“, sagte der FDP-Stadtrat. Der gegenwärtige Zustand sei Eltern und Kindern nicht länger zumutbar. Da müsse die Verwaltung jetzt mal die Ärmel hochkrempeln, meint Klinz.

Der Stadtratsvorsitzende Jürgen Weigelt (CDU) glaubt, dass inzwischen alle Beteiligten die Dringlichkeit verstanden hätten, zu handeln. „Mit der Informationsvorlage ist das Tempo vorgegeben.“