Revanche für Endspielpleite 2017

SC Bernburg holt sich den Sparkassencup mit Sieg gegen SV 09 Staßfurt

Mit der Führung nach einem Strafstoß im Rücken wurde offensiv gegen das 09-Tor gespielt, vor allen Hesse und Hinrichsmeyer machten Druck,

Von Helmut Lampe
Nach ihrem Sieg im Finale des Sparkassencups freuten sich die Bernburger Fußballer ausgelassen.
Nach ihrem Sieg im Finale des Sparkassencups freuten sich die Bernburger Fußballer ausgelassen. (Foto: Sven Brückner)

Staßfurt/MZ - Zum dritten Mal in Folge stand die Staßfurter 09-Mannschaft im Sparkassencupendspiel. Nachdem in den letzten beiden Finalspielen der Sieger (2019: Kleinmühlingen/Zens, 2020: Staßfurt) erst nach einem Entscheidungsschießen ermittelt wurden, reichten diesmal die regulären 90 Spielminuten um die Siegermannschaft zu ermitteln.

Dem FC Bernburg war es vom Anstoß weg anzumerken, dass er die 0:5-Endspielniederlage aus dem Jahr 2017 vom Vorgängerverein Askania Bernburg wettmachen wollte. Somit startete die Mannschaft auch sofort energische Angriffe in Richtung 09-Tor, vergab eine erste große Chance aber (6.).

Der Angriffsdruck hielt aber weiter an und als nur ein Foul half diesen zu unterbinden, gab es Strafstoß. Mario Hesse schickte 09-Keeper Nöpel in die falsche Torecke und das 0:1 war perfekt. Mit der Führung im Rücken wurde weiterhin offensiv gegen das 09-Tor gespielt, vor allen Hesse und Hinrichsmeyer waren ständige Unruheherde. Aber es nahm auch die Verbissenheit beider Mannschaften in den Zweikämpfen zu, so musste mit Dustin Abresche früh ein 09-Schlüsselspieler verletzt vom Spielfeld.

Nach knapp 30 Minuten beruhigte sich das Spielgeschehen, wurde ausgeglichener und fand nun oft zwischen beiden Strafräumen statt. Beide Abwehrreihen ließen auch kaum etwas „anbrennen“. Die bessere Spielanlage hatte aber weiterhin der Verbandsligist und seine Offensivaktionen waren auch mit einem guten System angelegt.

Gastgeber erzielten Torgefahr meist über Standards und hatten auch zwei gute Szenen

Torgefahr erzielten die Einheimischen meist über Standards und so hatten sie auch zwei gute Torszenen in Folge (37., 39.). So nahm der Offensivdrang des 09-Teams weiter zu. Als aber einer dieser Angriffe abgefangen wurde, lief Pawel Pankowski über 50 Meter bis in den 09-Strafraum, legte quer und Mario Hesse hatte wenig Mühe, seinen zweiten Treffer zu erzielen.

Letztlich entsprach der Pausenstand auch den Spiel- und Feldanteilen. Mutig kehrte Staßfurt zur zweiten Hälfte zurück, mit drei neuen Offensivspielern wurde sofort Druck auf das SCB-Tor gemacht und der Lohn ließ nicht lange auf sich warten.

Nach einem Eckstoß staubte Nick Unger fußballtechnisch stark ab (48.). Wenn aus dem Feldspiel auch nicht viel beim 09-Team zusammen lief, sorgten Standards, und da gab es einige, mehrfach für Torgefahr. Der Landesligist hatte nun mehr vom Spielgeschehen, konnte aber kaum Torszenen herausspielen.

Nick Unger (li. - Staßfurt) kommt gegen  Mario Hesse zu spät.
Nick Unger (li. - Staßfurt) kommt gegen Mario Hesse zu spät.
(Foto: Sven Brückner)

In der finalen Angriffszone waren es einfach zu viele technische Ungereimtheiten. Erneut nach einen Standard wurde Steven Stachowski freigespielt, ein Schuss traf aber das SCB-Tor nicht (66.). Die Trinkpause nutzte dann wohl SCB-Trainer Lehmeier, seine Mannschaft nochmals neu einzustellen. Denn sie war danach wieder energischer in ihrem Auftreten und zog vor allen das Spieltempo nochmals an.

Da hatten doch einige 09-Akteure Probleme diesem zu folgen. So überlief Adam Grisgraber einige 09-Abwehrspieler ohne große Gegenwehr, spielte Alexander Naumann frei und er hatte wenig Mühe, zum 1:3 zu treffen.

Die 09er steckten den Kopf nicht in den Sand, doch es fehlte wohl an Mut und Kraft

Zwar steckte die 09-Mannschaft „den Kopf nicht in den Sand“, doch es fehlte wohl an Mut und Kraft, dem Match nochmals eine Wende zu geben, denn optisch hatte die Mannschaft gar Feldvorteile. Doch in der finalen Angriffszone waren die Ballverluste, durch technische Unzulänglichkeiten bei einigen Spieler einfach zu groß, um Torgefahr aus dem Spielgeschehen zu erzielen.

Vor allen bei den zweiten Bällen, nach SCB-Abwehraktionen, fehlte es am Nachsetzen und nötigem Druck. Das Bemühen zu weiteren Zählbaren, bis zum Schlusspfiff, war bei allen 09-Spielern zu sehen. Doch der Gegner war einfach zu clever, den verdienten Sieg, zu verwalten und über die Zeit zu bringen.

Martin Salis (Bernburg) im Zweikampf mit Amon van Linthout.
Martin Salis (Bernburg) im Zweikampf mit Amon van Linthout.
(Foto: Sven Brückner)

Tore: 0:1, 0:2 Mario Hesse (FE, 10., 40.), 1:2 Nick Unger (48.), 1:3 Alexander Naumann (74.); Schiedsrichterin: Nicole Remus (Hecklingen); Zuschauer: 470

Staßfurt: Dave Nöpel; Dustin Abresche (20. Evgeni Denisenko), Nick Pumptow (67. Sebastian Lobodasch), Felix Jesse (46. Nick Unger), Matthias Lieder, Marcel Pusch, Steven Stachowski, Robert Lampe (46. Hendrik Kluge), Chris Matthias Horstmann (46. Marc Burdack), Amon van Linthout, Toni Härtge; Trainer: Torsten Lange

Bernburg: Hannes Kreß (46. Andrejs Klancevics); Sascha Podleska, Pawel Pankowski, Matthias Härtl (67. Alexander Naumann), Mario Hesse, Adam Grisgraber (76. Domenik Rieser), Martin Salis, Dmitrijs Poliscuks, Bennt Weigel, Leo Anton Hinrichsmeyer (46. Robin Schöppe), Benjamin Zober (67. Willi Lehmann); Trainer: Benjamin Lehmeier