Geschäftsleben

Kristin Pressel hat vor wenigen Tagen in Bernburg einen neuen Friseursalon eröffnet

Wer das Team bei den Renovierungsarbeiten besonders unterstützt hat.

Von Torsten Adam 16.09.2021, 10:00
Kristin Pressel (2. von rechts) hat an der Gröbziger Straße einen Friseursalon eröffnet und wird dort von Katja Knakowski (von links), Sylvana Henze und Ivonne Nowak unterstützt.
Kristin Pressel (2. von rechts) hat an der Gröbziger Straße einen Friseursalon eröffnet und wird dort von Katja Knakowski (von links), Sylvana Henze und Ivonne Nowak unterstützt. Foto: Torsten Adam

Bernburg/MZ - Friseurmeisterin Kristin Pressel hat in Bernburg an der Gröbziger Straße einen neuen Salon eröffnet. Gegenüber der Einmündung Wolfgangstraße empfangen sie und ihre Mitarbeiterinnen Ivonne Nowak, Sylvana Henze und Katja Knakowski dort seit gut einer Woche Kundschaft.

Am Samstag ist die Ladeneröffnung mit Familie, Freunden und Kunden gefeiert worden. „Der Vermieter hat uns gut beim Umbau der Räumlichkeiten unterstützt.“ Eigentlich sollte es schon zum 1. Juli losgehen, doch der große bürokratische Aufwand mit Antrag auf Nutzungsänderung und das Warten auf die Genehmigung hätten den Start um einige Wochen verzögert.

„Das war eine schwierige Situation, weil wir nicht zum Haareschneiden ins Seniorenheim durften“

Kristin Pressel führt jetzt wieder drei Salons wie vor der Pandemie. Neben den Geschäften an der Bernburger Friedensallee und an der Baalberger Umgehungsstraße betrieb die 38-Jährige ein kleines Studio im ASB-Seniorenheim „Rosenblick“. Aufgrund der ständigen Einschränkungen während der Pandemie gab sie es aber im Februar auf. „Das war eine schwierige Situation, weil wir nicht zum Haareschneiden ins Seniorenheim durften“, sagt sie.

Dass Kristin Pressel nun einen Salon an anderer Stelle neu eröffnet hat, ist ebenfalls den Corona-Auflagen geschuldet. „Im Laden an der Friedensallee war es aufgrund der Abstandsvorschriften unmöglich, einen Schichtbetrieb zu organisieren“, begründet die verheiratete Mutter einer fünfjährigen Tochter. Eine Kollegin musste deshalb nach dem Babyjahr zunächst in Kurzarbeit bleiben. „Aber das wäre ja keine Dauerlösung. Keiner weiß schließlich, wann die Corona-Beschränkungen aufgehoben werden“, erklärt Kristin Pressel.

Mehr Platz, um effektiver arbeiten zu können

Die zusätzlichen fünf Frisierplätze auf 63 Quadratmetern an der Gröbziger geben ihr die Möglichkeit, das Personal effektiver einzusetzen. „Wenn man bei einer Kundin die Haare färbt, kann man zwischendurch einem Mann auch die Haare schneiden“, sagt sie. Mit Sylvana Henze und Katja Knakowski gewann die Friseurmeisterin zwei junge Mitarbeiterinnen dazu, die zuvor bereits bis zu dessen Schließung in einem Salon an der kleinen Halleschen Straße gern zusammengearbeitet haben. Ivonne Nowak, eben jene bis vor kurzem zu Kurzarbeit gezwungene Kollegin, komplettiert das Team.

Für Kristin Pressel sind die Neueinstellungen eine Investition in die Zukunft. Zwei ältere Mitarbeiterinnen würden bald 60 werden. Da sei es geboten, sich rechtzeitig um eine Verjüngung des Personalstamms zu kümmern, der acht Friseurinnen und eine Reinigungskraft umfasst. „Im nächsten Jahr würde ich auch gern einen Auszubildenden einstellen“, sagt Kristin Pressel. Und perspektivisch überlegt sie, in einem intimen Hinterzimmer an der Gröbziger Straße einen Perückenservice für erkrankte Kunden anzubieten.