Kinderstadt Bärenhausen in Bernburg wird bunt

Auf der Suche nach freiwilligen Helfern

Zur 13. Auflage sind die Hütten neu gestaltet worden. Die Veranstaltung soll mit begrenzter Teilnehmerzahl in den Sommerferien stattfinden. Wer das Projekt unterstützt und wieviel Geld noch fehlt.

Von Susanne Schlaikier
Julia Röthemeyer (v.li.), Karsten Noack, Stefan Eiternick und  Eileen Ohle bereiten die Hütten für die Kinderstadt vor.
Julia Röthemeyer (v.li.), Karsten Noack, Stefan Eiternick und Eileen Ohle bereiten die Hütten für die Kinderstadt vor. (Foto: IuRiii Nechyporenko)

Bernburg/MZ - Noch riecht alles nach frischer Farbe. Und noch sind die Häuser in der Holz-Werkstatt in Einzelteile zerlegt. Doch bis zum Start der Kinderstadt Bärenhausen Ende Juli werden die Häuser alle stehen. Schon jetzt steckt das Organisationsteam mitten in den Vorbereitungen für die 13. Auflage der Kinderstadt. „Wir haben den kompletten Häuserbestand erneuert und ihm einen frischen Anstrich verpasst“, sagt Karsten Noack vom Organisationsteam. In Regenbogenfarben erstrahlen die Hütten, die vom 29. Juli bis 5. August auf dem Gelände der Stiftung Evangelische Jugendhilfe St. Johannis an der Dr.-John-Rittmeister-Straße aufgebaut werden. „Die Farben sollen ein Zeichen der Hoffnung sein“, sagt Noack.

Nachdem die Kinderstadt im vergangenen Jahr coronabedingt abgesagt werden musste, soll sie dieses Mal aber auf jeden Fall stattfinden. Neben Spaß würden die Kinder hier auch etwas lernen, sagt Kasten Noack. „Wir möchten ihnen wieder das anbieten, worauf sie ein Jahr verzichten mussten“, betont Noack.

„Die Kapazität wird deutlich geringer sein als in der Vergangenheit“

Gleichwohl wird es etwas anders sein als bisher. Schon bei den Vorbereitungen hat sich das Orga-Team Gedanken gemacht, wie das Projekt unter Corona-Bedingungen umgesetzt werden kann. So würden die Abstände zwischen den Hütten größer sein als bisher, erzählt Karsten Noack. Sie wurden auch von 35 auf 40 aufgestockt, damit sich die Besucher noch etwas mehr verteilen können. Auch dürften maximal zwei Kinder ein Gewerk ausüben.

Generell wird die Teilnehmerzahl begrenzt sein. „Die Kapazität wird deutlich geringer sein als in der Vergangenheit“, sagt Noack. Er schätzt, dass maximal 120 Kinder täglich die Kinderstadt besuchen können. In der Vergangenheit kamen täglich bis zu 300 Mädchen und Jungen, um ihr eigenes Geld - in Bärenhausen gibt es die „Tatzen“ als Währung - zu verdienen und im Allgemeinen zu lernen, wie demokratische Strukturen funktionieren.

Für getestete Kinder aus den Schulhorten

Dieses Mal werden es wohl ausschließlich Kinder sein, die in den Schulhort gehen. Denn die Erzieher sollen die Mädchen und Jungen vorab auf Corona testen. „Wir können das vor Ort nicht leisten“, sagt Noack. Zudem sollen Gruppen-Aufläufe vermieden werden. Müssten erst alle Besucher der Kinderstadt vor dem Einlass getestet werden, ließe sich das kaum vermeiden, begründet er die Entscheidung. Auch die Kosten für die Testungen sind nicht zu unterschätzen. Überlegungen, zur Registrierung der Besucher die Luca-App zu nutzen, wurden indes verworfen. Denn von den jüngsten Besuchern der Kinderstadt, die zwischen sieben und acht Jahren alt sind, werden bei weitem nicht alle über ein eigenes Mobiltelefon verfügen.

Alle Mitwirkenden vor Ort sollen aber täglich getestet werden. Dazu zählen natürlich auch die freiwilligen Helfer, die für die Durchführung der Kinderstadt wieder dringend benötigt werden. „Die Suche nach freiwilligen Helfern hat schon begonnen“, so Noack. Hier werde man sowohl bisherige Helfer ansprechen, als auch über Aushänge in den Schulen versuchen, neue Helfer zu gewinnen.

Karsten Noack schätzt, dass zur Finanzierung der Kinderstadt 40.000 Euro benötigt werden. 30.000 Euro sind bisher durch Förder- und Eigenmittel zusammen gekommen. Allein Lotto Sachsen-Anhalt unterstützt das Projekt mit 15.000 Euro. Es ist generell der höchste Einzelförderbetrag in diesem Jahr, heißt es von Seiten der Lottogesellschaft. „Lotto fördert hier sehr gern. Und wer weiß, vielleicht ist ja der Kinderstadtbürgermeister von heute in ein paar Jahren selbst ein erfolgreicher Kommunalpolitiker oder der Leiter der Arbeitsagentur führt später selbst eine Behörde“, sagt Lotto-Geschäftsführer Marko Ehlebe laut Pressemitteilung. „Es ist schön zu sehen, wie engagiert sich Kinder für ihre eigene Stadt einsetzen und spielerisch gesellschaftliche Verantwortung lernen.“ Der Rest der Summe, so hoffen die Organisatoren, kommt in den nächsten Wochen noch durch Spenden zusammen. (mz)

Karsten Noack schätzt, dass zur Finanzierung der Kinderstadt 40.000 Euro benötigt werden. 30.000 Euro sind bisher durch Förder- und Eigenmittel zusammen gekommen. Allein Lotto Sachsen-Anhalt unterstützt das Projekt mit 15.000 Euro. Es ist generell der höchste Einzelförderbetrag in diesem Jahr, heißt es von Seiten der Lottogesellschaft. „Lotto fördert hier sehr gern. Und wer weiß, vielleicht ist ja der Kinderstadtbürgermeister von heute in ein paar Jahren selbst ein erfolgreicher Kommunalpolitiker oder der Leiter der Arbeitsagentur führt später selbst eine Behörde“, sagt Lotto-Geschäftsführer Marko Ehlebe laut Pressemitteilung. „Es ist schön zu sehen, wie engagiert sich Kinder für ihre eigene Stadt einsetzen und spielerisch gesellschaftliche Verantwortung lernen.“ Der Rest der Summe, so hoffen die Organisatoren, kommt in den nächsten Wochen noch durch Spenden zusammen. (mz)