„Zum Bestehorn“ in Aschersleben

OAK macht Stimmung in virtueller Konzertkneipe

Aschersleber Kulturanstalt bietet Musikern und Technikern aus der Region eine Bühne. Wie es nach der Premiere weitergeht.

Von Katrin Wurm
Die große Bühne im Bestehornhaus ist die Kulisse für die virtuelle Konzertkneipe ?Zum Bestehorn?. OAK haben zur Premiere Vollgas gegeben. Foto: Frank gehrmann

Aschersleben - Eigentlich kennt man MZ-Fotograf Frank Gehrmann vor allem hinter der Kamera. Am Freitag tauschte er Kamera gegen Schürze und Zapfhahn und servierte zwei Stunden lang kühle Getränke hinter der Theke der virtuellen Konzertkneipe „Zum Bestehorn“.

Die öffnete nämlich zum ersten Mal ihre Türen und Frank Gehrmann zapfte nicht nur das Bier, sondern begrüßte die musikalischen Gäste des Abends, die Band „OAK“ aus Quedlinburg, stellte Fragen und führte durch den Konzertabend.

Aber von vorn: Beim Format „Zum Bestehorn“ - organisiert von der Aschersleber Kulturanstalt und ehrenamtlichen Helfern - sollen regionale Musiker und Techniker eine Bühne bekommen, Konzerte geben und in Zeiten der Pandemie dafür entlohnt werden. Für fünf Euro konnte man den Live-Stream anschauen.

Frank Gehrmann zapft Bier.
Foto: Aka

Die Band „OAK“ aus Quedlinburg gab das „Zum Bestehorn“-Debüt. Im Gepäck hatten die drei Musiker nicht nur neue Songs ihres im September erschienenen Albums, sondern auch zwei befreundete Musiker: den 15-jährigen Lucas Habenreich und Valerian Herdam, der bereits in vielen Bands und Musikprojekten mitwirkte und eine große Fangemeinde hat.

„Es war ein gutes Gefühl, auf der Bühne zu stehen. Es lief alles super professionell ab und wir haben es richtig genossen, endlich wieder gemeinsam Musik zu machen“, sagte OAK-Bassist Konrad Eggebrecht. Seit September 2020 hat OAK pandemiebedingt kein Konzert mehr geben können. „Wir verlieren aber nicht den Mut und den Optimismus. Es wird weiter gehen und wir denken bereits über das nächste Album nach“, versprach Sängerin und Schlagzeugerin Conny Richter.

Hinter der Bühne: Große Technik, damit alles reibungslos abläuft.
Foto: Gehrmann

Vier Kameras, eine davon von Tom Gräbe handgeführt, sorgten für das perfekte Bild. Veranstaltungsexperte Felix Wohlrab verantwortete mit einem kleinen Team die Technik. „An vier technischen Arbeitsplätzen - Videoschnittplatz, Streaming, Ton und Licht - haben wir dafür gesorgt, dass der Stream läuft“, so Wohlrab.

Wer das Konzert verpasst hat, kann sich auf eine weitere Ausgabe freuen. Am 21. Mai öffnet das „Zum Bestehorn“ für Musikerin Jule Werner und Band. MZ-Fotograf Frank Gehrmann hat versprochen, auch dann wieder hinter der Theke zu stehen. (mz)