Sommerwiese in Aschersleben

Karussell, Achterbahn, Geisterbahn - Vergnügen auf Hochtouren

Das Rummelvergnügen auf der Herrenbreite wird gut angenommen. Noch bis zum 8. August bleiben die Karussells stehen.

Von Kerstin Beier
Frohsinn auf der Herrenbreite: Sarah und Lysianne haben Spaß.
Frohsinn auf der Herrenbreite: Sarah und Lysianne haben Spaß. Foto: Thomas Tobis

Aschersleben/MZ - „Guckt mal, wie viele da anstehen!“ Die Frau, die mit ihrer Familie zum Eingang der Sommerwiese strebt, zeigt in Richtung eines blauen Zeltes am Rande des Zauns, der das Festgelände von der übrigen Herrenbreite abgrenzt. Denn die Corona-Regeln haben vor den Besuch des ersten großen Volksfestes nach dem Lockdown die Test- und Registrierpflicht gesetzt. Nur wer nachweislich geimpft, genesen oder eben getestet ist, kommt erauf den Platz, auf dem am Sonnabendnachmittag reges Getümmel herrscht - inmitten von Kettenkarussell, Achterbahn, Geisterbahn, Kinderfahrgeschäften und vielem mehr.

Endlich mal wieder was los

Den vergnüglichen Nachmittag nutzten viele als Familienzeit - so wie Katja Heinze aus Hettstedt. Sie ist mit Familie und Freundin nach Aschersleben herübergekommen, sie selbst und jedes Kind halten sichtlich glücklich ein großes Plüschtier im Arm. Fortuna war ihnen an Los- und Greiferbude offenbar hold, und Katja Heinze lobt die Atmosphäre auf dem Platz. „Es ist tipptopp“, bestätigt ihre Freundin, „endlich ist mal wieder was los.“ Die Heinzes sind offenbar nicht die einzigen auswärtigen Gäste. Die Kennzeichen der Autos überall an den Straßenrändern lassen vermuten, dass die von der Kaufmannsgilde veranstaltete Sommerwiese weit über Aschersleben hinaus ankommt.

„Der Aufwand für die Schausteller mit Riesenrad ist einfach zu groß“

Die von der Pandemie gebeutelten Schausteller kann das nur freuen. Jens Melcher vom Vorstand des Vereins selbstständiger Gewerbetreibender Magdeburg als „Kopf“ der in Aschersleben vertretenen Schausteller ist nach den ersten beiden Tagen jedenfalls sehr zufrieden. Der Platz sei gut geeignet für einen Rummel dieser Größe, und es sei „einfach wunderbar“, dass die Leute das Angebot annehmen. Wie es nach dem Wochenende weitergeht und der Andrang dann immer noch so groß ist, müsse man sehen. Denn bis zum 8. August noch laden die Karussells zur wilden Fahrt und die Buden zum gemütlichen Schmaus ein.

Laut Jens Melcher wird ein Autoscooter das Angebot in der kommenden Woche noch komplettieren. Ein Riesenrad fehlt diesmal auf dem Platz. „Der Aufwand für die Schausteller mit Riesenrad ist einfach zu groß“, erklärt Jens Melcher. Deshalb nutzen sie, wenn sich ihnen die Gelegenheit bietet, Verträge für eine ganze Saison - meist an touristisch attraktiven Plätzen. So sparen sie sich das vielmalige Auf- und Abbauen.

„Es ist schön, dass es wieder was gibt, das man den Kindern bieten kann“

Steffi Niese und ihr Lebenspartner Gerd Randhagen haben es sich auf zwei Stühlen vor der Achterbahn bequem gemacht. Sie genießen die Freude ihrer beiden Enkelkinder: des zehnjährigen Jonas und der siebenjährigen Julia. Extra wegen der Sommerwiese haben die beiden, die in Letzlingen wohnen, ihren Ferienaufenthalt bei den Großeltern verlängert. „Es ist schön, dass es wieder was gibt, das man den Kindern bieten kann“, sagt Steffi Niese.

Für die Testpflicht haben die meisten Gäste Verständnis, sagen die Sicherheitsleute am Eingang. Nur einige würden sich auch mal im Ton vergreifen, „aber Ausfälle gibt es immer.“ Der allgemein guten Stimmung tue das keinen Abbruch.