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Sicherer Reisen Gay Travel Index 2026: Polen ist Aufsteigerland des Jahres

„Sind wir da überhaupt willkommen?“ Eine wichtige Frage für queere Menschen bei der Reiseplanung. Der Spartacus Gay Travel Index hilft hier weiter. Und er hält dieses Jahr zwei Überraschungen bereit.

Von dpa 02.03.2026, 06:00
Verbesserungen für die Lebenssituation queerer Menschen: Im Gay Travel Index 2026 klettert Polen von Platz 118 auf Platz 59.
Verbesserungen für die Lebenssituation queerer Menschen: Im Gay Travel Index 2026 klettert Polen von Platz 118 auf Platz 59. Friedemann Kohler/dpa/dpa-tmn

Berlin - Das Wetter eher kalt, die Willkommenskultur für queere Reisende dafür gut. Island steht an der Spitze der queerfreundlichen Reiseländer im Gay Travel Index 2026 (GTI). Den zweiten Platz teilen sich Malta und Spanien, Belgien, Kanada, Portugal und Deutschland folgen direkt dahinter.

Der Index bewertet Länder und Regionen danach, wie sicher, rechtlich geschützt und gesellschaftlich akzeptiert schwule, lesbische, bisexuelle, transgeschlechtliche, intergeschlechtliche und queere Reisende sind.

Größter Aufsteiger in diesem Jahr ist Polen: Das Land konnte wegen politischer Veränderungen - unter anderem stärkere Rechte für Transpersonen - von Platz 118 auf Platz 59 aufsteigen. Nepal kletterte durch neue Self-ID-Regelungen für Transpersonen und wachsender Akzeptanz um 21 Plätze auf Rang 32.​

Die größten Verlierer sind laut Index Irak, Südsudan und Turkmenistan. Verstärkte staatliche Repression und zunehmende Gewalt gegen queere Menschen sorgten für einen Abstieg auf die hinteren Ränge. Am Schluss der Liste mit 217 untersuchten Ländern liegen Afghanistan, Tschetschenien, Saudi-Arabien, Iran und Jemen.

Sonderfall USA: Hier ist die Lage gespalten

Ein Blick in die Zahlen zeigt für die USA ein uneinheitliches Bild. Zwar liegt das Land auf Platz 47 im weltweiten Ranking mit insgesamt positiver Bewertung. Doch der Blick auf die einzelnen Bundesstaaten zeigt eine Spaltung. 

Auf der einen Seite sind da Bundesstaaten wie Delaware, Rhode Island und Michigan, die den rechtlichen Schutz für queere Personen ausbauen. Sie verbessern sich im Ranking deutlich. 

Auf der anderen Seite verschärfen konservative Staaten wie Idaho ihre Gesetzgebung. Deswegen - so die Macher des GTI - kann es vorkommen, dass zwischen einem sicheren Bundesstaat und einem offen feindlichen Umfeld für queere Menschen manchmal nur eine Bundesstaatsgrenze liegt.

Ganz oben im Ranking der US-Bundestaaten liegen New York State, Kalifornien und Nevada. Arkansas, Oklahoma und Tennessee liegen auf den letzten der 49 Plätze.