Familotel am Labussee 30 Jahre Rookhus - vom Ferienheim zum Familienhotel für Generationen
Ein See, eine Vision, 30 Jahre Leidenschaft: Wie das Familotel Borchards Rookhus in Mecklenburg zum Lieblingsort für Familien wurde.

Wesenberg. - Es war keine Liebe auf den ersten Blick. „Als wir das erste Mal dieses alte Ferienheim besuchten, hat es geregnet und uns kamen tausende Mücken entgegen“, erinnert sich Andrea Borchard und lacht. Trist, grau und überwuchert präsentierte sich das Haus an jenem Novembertag 1993. „Wir haben den See, der direkt hinter dem Haus beginnt, gar nicht wahrgenommen“, ergänzt ihr Mann Alexander Borchard.
Keine Liebe auf den ersten Blick – der Anfang des Rookhus
Was die beiden damals noch nicht ahnten: Dieses unscheinbare, fast vergessene Objekt am Großen Labussee in Mecklenburg sollte ihr Lebenswerk werden. „Wir waren eigentlich schon so weit, unsere Suche nach einem Hotelprojekt aufzugeben und zurück nach Ostwestfalen zu fahren, wo wir unsere Jobs hatten“, erzählt Alexander Borchard.
Doch dann schlug der Zufall zu: ein letzter Blick auf die Karte, ein letzter Check der Liste mit Immobilien. „Da haben wir gesehen, dass hinter dem Ferienheim dieser große See ist – also sind wir noch einmal hingefahren.“

Beim zweiten Besuch schien die Sonne. Der See glitzerte, die Mücken waren bekannt – und die Borchards wussten: Hier bleiben wir. „Wir hatten sofort das Gefühl: Das ist unsere Zukunft – und das ist bis heute so geblieben.“
Vom FDGB-Ferienheim zum Lebensprojekt
Aus dem einstigen FDGB-Ferienheim machten die beiden Vollblut-Gastgeber Borchards das Rookhus , das in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen gefeiert hat. Zunächst begannen sie als Romantikhotel. Das ging jedoch nur einige Jahre gut. Zwar füllten sich die Zimmer am Wochenende, doch unter der Woche herrschte oft Leere. „Wir hatten dieselben Personalkosten, aber zu wenige Gäste“, erinnert sich Andrea Borchard. Die Lösung war ebenso mutig wie naheliegend: eine komplette Neuausrichtung.
Statt Pärchen sollten fortan Familien im Mittelpunkt stehen. Seit 2005 ist das Rookhus ein Familotel. Zu dieser Hotelgruppe gehören in Europa über 60 Häuser, die sich besonders auf Familien spezialisiert haben.
Mehr Infos gibt es unter: www.rookhus.de und www.familotel.de
Im Rookhus gibt es zum Beispiel 60 Stunden Kinderbetreuung pro Woche und ein Programm, das so vielfältig ist wie die Wünsche der kleinen Gäste: Ponyreiten, Piratenabenteuer, Bastelstunden, Wasserrutsche, Schatzsuchen im Wald – und das alles mit professioneller Begleitung. „Kinder, Eltern – und immer häufiger auch Großeltern – sollen bei uns entspannt auf ihre Kosten kommen“, sagt Andrea Borchard.
Familotel Rookhus – Urlaub für Kinder, Eltern und Großeltern
Dass das funktioniert, zeigt sich beim Rookhus zum Beispiel daran, dass das Familotel einen eigenen Fanclub hat, den Gäste einst gründeten. Die Wiederkommquote ist hoch. „Eine Familie war dieses Jahr zum 78. Mal da“, erzählt Borchard. Auch die 50-Besuche-Marke hätten einige schon geschafft. „Das macht uns natürlich stolz.“

Das Familotel funktioniert, weil die Mischung stimmt. Während die Kinder toben, basteln oder im Kids Club neue Freunde finden, bleibt den Eltern Zeit für sich. Manche ziehen sich mit einem Buch auf die Liegewiese am See zurück, andere nutzen die Sauna oder gönnen sich eine ruhige Stunde im Sonnenschein. „Das Schöne ist: Jeder kann seinen Urlaub so gestalten, wie er möchte – gemeinsam oder auch mal getrennt“, erklärt Alexander Borchard.
Das „Rundum-sorglos-Paket“ hilft dabei: All-inclusive-Verpflegung, Snacks für zwischendurch, eine durchdachte Infrastruktur vom Wickelraum bis zum Indoor-Spielbereich. „Eigentlich muss man das Areal gar nicht verlassen“, meint Andrea. Aber natürlich lohnt es sich, das doch zu tun.
Natur, Tiere und Abenteuer rund um den Großen Labussee
Denn die Umgebung des Rookhus hat viel zu bieten. Familien können mit den Ponys durch den Wald ziehen, eine „Wolfssafari“ unternehmen oder beim Bogenschießen die eigene Treffsicherheit testen. „Uns ist wichtig, dass die Kinder spielerisch etwas lernen – über die Natur, über Tiere, über sich selbst“, sagt Alexander Borchard. Abends wird am Lagerfeuer Stockbrot gebacken, und manchmal erklingt Wolfsgeheul von den kleinen Gästen, die den Tag noch einmal nachspielen.
Und wenn das Wetter einmal nicht mitspielt? Dann lockt das hauseigene Schwimmbad. Für viele Kinder ist es ohnehin einer der Höhepunkte – unabhängig von Regen oder Sonnenschein. „Familien sind eine andere Klientel“, sagt Andrea Borchard. „Es herrscht immer Leben, immer ist etwas los – und genau das lieben wir.“
Das Borchards Rookhus ist längst mehr als ein Hotel: Es ist ein Ort, an dem alle Generationen gemeinsame Erlebnisse haben. Hier finden Familien Zeit füreinander, ohne dass einer auf der Strecke bleibt.