Kein Zeichen von Misserfolg So lang dürfen sich Gehaltsverhandlungen hinziehen
Da muss der Chef erst mal die Chefin fragen? Wer nach einer Gehaltserhöhung fragt, wird oft auf später vertröstet. Das ist nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen.

München - Es schadet nicht, Gehaltsverhandlungen mit Entschlossenheit anzugehen. Doch auf eines sollten sich Arbeitnehmer einstellen: „Mit einem einzigen Termin gibt es nur in Ausnahmefällen die Zusage für eine Gehaltserhöhung“, sagt der Münchner Karrierecoach und Podcaster („Berufsoptimierer“) Bastian Hughes. In der Regel sei der erste Termin der Auftakt für Gehaltsverhandlungen, die bis zu anderthalb Jahren dauern könnten.
Der Hintergrund: Die Forderung nach mehr Gehalt durchläuft in der Regel einen mehrstufigen Prozess und involviert mehrere Personen. Die Führungskraft muss die nächsthöhere Ebene um mehr Budget fürs eigene Team bitten, damit Gehaltserhöhungen machbar sind und die nächsthöhere Ebene wiederum die Ebene darüber. Das alles brauche Zeit.
Es ist also kein Zeichen von Misserfolg, wenn Beschäftigte nicht sofort mit ihren Forderungen durchdringen. Auch winden sich Chefs nicht unbedingt aus der Verantwortung, wenn sie sagen, dass sie eine Erhöhung erst abklären müssen. Der mehrstufige Prozess ist üblich.