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Beruf Erzieher: Was müssen Quereinsteiger mitbringen?

In der Gesellschaft wird der Job des Erziehers oft sehr simpel dargestellt. Tatsächlich ist die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sehr fordernd und nicht jeder eignet sich für diesen Beruf.

29.07.2022, 15:28
Der Beruf des Erziehers kann fordernd und anstrengend sein. Der Quereinstieg in das Berufsfeld kann, je nach Lebenslage, eine große Herausforderung darstellen.
Der Beruf des Erziehers kann fordernd und anstrengend sein. Der Quereinstieg in das Berufsfeld kann, je nach Lebenslage, eine große Herausforderung darstellen. Foto: imago images/Sven Simon

Halle (Saale)/DUR/jsp - Der Beruf des Erziehers bringt viele Herausforderungen mit sich. Ein Quereinstieg in dieses Berufsfeld ist möglich, jedoch meist sehr zeitintensiv. Was Quereinsteiger mitbringen müssen, haben wir hier zusammengefasst.

Was sollten Erzieher mitbringen?

Der Job kann sehr fordernd sein und sollte von Interessierten nicht unterschätzt werden, heißt es auf der Seite kita.de. Eine Grundvoraussetzung ist ein guter Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Auch vollständig ausgebildete Erzieher lernen nie aus, denn Fortbildungen und Seminare stehen in diesem Berufsfeld regelmäßig auf dem Programm.

Welche Voraussetzungen müssen für den Quereinstieg als Erzieher erfüllt werden?

Beim Quereinstieg gilt: Je höher der bisherige Abschluss, desto einfacher der Einstieg in das Berufsfeld. Für die Ausbildung zum Erzieher wird meist ein mittlerer Schulabschluss vorausgesetzt. Für die Arbeit als Erzieher wird ein Abschluss einer Fachhochschule für Sozialpädagogik in den meisten Bundesländern vorausgesetzt. Ein Studium im Bereich der Pädagogik kann den Abschluss an einer Berufsschule ersetzen.

Praktische Erfahrungen sind in dem Berufsfeld von Vorteil, werden aber nicht in jedem Bundesland vorausgesetzt. In den Bundesländern Berlin, Sachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz werden auch Kandidaten angenommen, die einen fachfremden Berufsabschluss haben, heißt es auf der Seite kita.de weiter.

Wer sollte nicht Erzieher werden?

Personen, die keinen guten Umgang mit Kindern und Jugendlichen haben, eignen sich nicht für den Job als Erzieher. Auch sollte die Arbeit mit Kindern Spaß machen, denn Erzieher müssen tagtäglich die Verantwortung für eine ganze Gruppe übernehmen.

Was verdienen Quereinsteiger im Kindergarten?

In der Ausbildungszeit werden Erzieher nicht bezahlt. Im Anerkennungsjahr, welches vor dem Einstieg in das Berufsleben absolviert werden muss, verdienen Erzieher rund 1.500 Euro im Monat. In dem Jahr arbeiten sie Vollzeit in einer Einrichtung und können ihr erlerntes Wissen in der Praxis anwenden.

In den Anfangsjahren im Kindergarten können Erzieher mit einem durchschnittlichen Bruttolohn von etwa 2.600 Euro pro Monat rechnen. Die Bezahlung orientiert sich meist an den Tarifverträgen des öffentlichen Dienstes. Das Gehalt kann über die Jahre steigen, je nachdem, wie lange eine Person bereits in dem Beruf arbeitet und welche Aufgaben sie übernimmt.

Wie lange dauert eine Umschulung als Erzieher?

Die Umschulung zum Erzieher oder zur Erzieherin ist sehr zeitintensiv. Jedes Bundesland hat seine eigenen Regelungen, was den Quereinstieg in den Beruf des Erziehers zusätzlich erschweren kann.

In der Regel dauert die Umschulung zum Erzieher drei Jahre. Diese Zeit kann verkürzt werden, wenn bereits einschlägige Berufserfahrungen bestehen. Am Ende der Umschulung muss eine Prüfung abgelegt werden. Nach dem erfolgreichen Bestehen dieser Prüfung gelten die Kandidaten als staatlich geprüfte beziehungsweise staatlich anerkannte Erzieher.

Welche Aufgaben übernehmen Erzieher?

Die Aufgaben der Erzieher sind vielseitig. In erster Linie übernehmen sie die Betreuung, Erziehung und Bildung der Kinder in ihrer Einrichtung. Dazu gehören auch die Planung, Durchführung und Reflexion der pädagogischen Arbeit.

Erzieher müssen außerdem Gespräche mit Eltern führen, Ausflüge planen, Tagesprogramme erstellen, die Entwicklung der Kinder beobachten und dokumentieren, sowie die Räumlichkeiten der Einrichtung ansprechend und kindgerecht gestalten.

Abgesehen von den täglichen Aufgaben müssen Erzieher zum Beispiel auch regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse besuchen, die Vor- und Nachbereitung von Mahlzeiten übernehmen oder Pflege- und Sauberkeitsstandards überprüfen.