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Intelligente Haussteuerung Smart-Home flexibel und vorausschauend planen

Bei der Elektroinstallation sollten Eigentümer an die Zukunft denken. Wer später mehr Technik im Haus integrieren will, muss bei Smart-Home-Funktionen auf Flexibilität und Kompatibilität achten.

Von dpa 24.02.2026, 14:22
Licht, Temperatur, Rollos: Steht eine Modernisierung der Elektroinstallation an, ist es sinnvoll, Smart-Home-Funktionen gleich mitzudenken.
Licht, Temperatur, Rollos: Steht eine Modernisierung der Elektroinstallation an, ist es sinnvoll, Smart-Home-Funktionen gleich mitzudenken. Franziska Gabbert/dpa-tmn

Offenbach - Mit einer intelligenten Haussteuerung können Eigentümerinnen und Eigentümer Energie sparen und ihren Wohnkomfort erhöhen. Sie denken über Smart-Home-Funktionen nach? 

Hier einige Vorteile: Damit reagieren etwa die Rollläden auf das Wetter und den Sonnenstand. Die Heizung regelt sich zeit- und temperaturabhängig und passt sich so direkt dem Tagesrhythmus der Bewohner an. Und das Licht schaltet sich automatisch ein, wenn es gebraucht wird. 

Voraussetzung dafür ist, dass man die Elektroinstallation im Haus vorausschauend plant. Steht eine Modernisierung der Elektroinstallation oder sogar ein Neubau an, ist es daher sinnvoll, Smart-Home-Funktionen gleich mitzudenken. Dazu rät die Initiative Elektro+. So lassen sich Kosten und Aufwand sparen.

Kabel oder Funk - worauf kommt es an?

Statt mit einzelnen smarten Geräten wie Lampen und Thermostaten zu starten, empfehlen die Experten, ein ganzheitliches Konzept zu verfolgen. Bei der Technik stehen Eigentümer vor der Wahl, ob sie ein kabelgebundenes oder funkbasiertes System wollen. Was ist sinnvoller?

Aus Sicht der Initiative Elektro+ gelten hybride Lösungen als besonders zukunftsfähig, etwa BUS-Systeme wie KNX mit kabelgebundener Basis, die bei Bedarf durch Funk ergänzt werden können. 

KNX ist ein Kunstwort und steht für Konnex, eine Anspielung auf das lateinische Wort für Verbindung „connexio“. Dieses offene, genormte System verbindet elektrische Anlagen und Geräte zu einem vernetzten System - etwa Leuchten, Klimaanlagen, Heizung und automatische Jalousien. 

Der Vorteil: KNX ist unabhängig von einzelnen Herstellern und ermöglicht so eine große Produktauswahl. Das Zusammenspiel der Komponenten unterschiedlicher Hersteller ist laut Bauherren-Schutzbund untereinander sichergestellt. So ist eine spätere Erweiterung des Smart-Home gewährleistet. Ein erweiterbares Modell ist grundsätzlich unabhängig vom System empfehlenswert, um flexibel zu bleiben.

An genügend Leitungen denken

Damit man auch später noch problemlos Technik integrieren kann, sollte man gemeinsam mit Fachleuten zusätzliche Netzwerkleitungen und genügend Anschlussdosen einplanen. Dabei lieber ein Leerrohr mehr vorsehen als eines zu wenig, raten die Experten von Elektro+. So lässt sich das nachträgliche Aufreißen von Wänden sowie offene Kabel vermeiden. Gibt es keine vorbereiteten Leitungswege, wird das Nachrüsten schnell teuer und aufwendig.

Im Idealfall laufen Smart-Home-Funktionen automatisch im Hintergrund und lassen sich bei Bedarf einfach anpassen und intuitiv bedienen. Hilfreich sind aus Sicht der Initiative Elektro+ etwa eine „Haus-Aus-Taste“ im Eingangsbereich und die Möglichkeit trotz Automatik in jedem Raum alles manuell bedienen zu können. 

Wichtig dafür sind eine einheitliche Steuerlogik im gesamten Haus und eine solide Grundinstallation. Damit am Ende alles sicher und einfach funktioniert, sollten Eigentümer sich dazu von einer Fachfirma beraten lassen.