Parship-Umfrage

Parship-Umfrage: AfD-Wähler haben schlechte Karten beim Dating

Eine Umfrage des Dating-Portals „Parship“ zeigt: Die meisten Singles wollen beim ersten Date lieber nicht über Politik sprechen. Ausnahme: Wer grün wählt. Singles, die grün wählen, tauschen sich hingegen gerne über politische Fragen aus. Wähler des rechten Randes stehen nicht so hoch in der Gunst beim Gegenüber: NPD- und AfD-Wähler haben die geringsten Chancen auf ein zweites Date.

11.09.2017, 11:22
Die meisten Singles umschiffen das Thema Politik beim Kennenlernen lieber. 
Die meisten Singles umschiffen das Thema Politik beim Kennenlernen lieber.  imago stock&people

In knapp zwei Wochen wählen die Deutschen einen neuen Bundestag. Ob in den Medien oder beim Stammtisch, der Wahlkampf ist überall präsent. Aber eignet sich ein Gespräch über Politik auch für das erste Date? Das Online-Dating-Portal „Parship“ hat dazu 3269 Singles im Alter zwischen 18 und 69 Jahren befragt.

Die Mehrheit der deutschen Singles findet: Politik hat beim ersten Date nichts zu suchen. 48 Prozent der Befragten würde bei einer Verabredung nicht von sich aus über Politik sprechen. Jeder Dritte räumt jedoch ein, das Thema eventuell selbst anzusprechen. Rund 13 Prozent der Alleinstehenden meiden politische Themen jedoch bewusst beim ersten Kennenlernen. Allen voran Nichtwähler – kommt das Thema auf, würden diese 26 Prozent der Singles es am liebsten sofort wechseln. Offener für politische Debatten zum Kennenlernen sind hingegen Grünen-Wähler: Sie beschreiben sich als Politik-affin und jeder zweite spricht auch beim ersten Treffen gerne über die eigenen politischen Interessen.

Single-Frauen haben keine Lust auf rechte Männer

Grundsätzlich sind Singles politisch gesehen relativ tolerant: Nur jeder zehnte Alleinstehende hätte grundsätzlich ein Problem damit, wenn der Dating-Partner andere politische Ansichten hat. Für 70 Prozent kommt es jedoch darauf an, wie extrem die politische Einstellung ihres Dates ist. Singles, die mit rechts gesinnten Parteien sympathisieren, fallen beim Gegenüber eindeutig schneller durchs Raster.

Wenn rauskommt, dass der Flirtpartner die NPD wählt, ist für knapp die Hälfte der Singles, rund 44 Prozent, ein Wiedersehen ausgeschlossen. Und auch AfD-Wählern würde jeder fünfte Single den Laufpass geben. Besonders Single-Frauen haben keine Lust auf rechts eingestellte Männer: 73 Prozent wollen kein weiteres Date mit einem NPD- oder AfD-Wähler. Bei den alleinstehenden Männern sind es 59 Prozent. AfD-Wähler zeigen sich weniger wählerisch: 35 Prozent der AfD-Singles hat kein Problem damit, wenn ihr Date ihre politische Einstellung nicht teilt und eine andere Partei wählen würde. Grünen-Wähler sind strikter: Lediglich jeder Zehnte würde eine abweichende politische Grundeinstellung tolerieren. (dmn)