Erste „Jugend-Naturbewusstseinsstudie“

Jeder zweite Jugendliche ist durch Corona häufiger in der Natur

Jeder zweite Jugendliche hat angegeben, dass ihm die Natur seit Beginn der Pandemie wichtiger geworden ist. Foto: Cavan Images/Imago

Bonn - Seit Beginn der Corona-Krise hält sich mehr als die Hälfte der Jugendlichen nach eigener Einschätzung häufiger in der Natur auf. Das ergab die erste Jugend-Naturbewusstseinsstudie, die das Bundesamt für Naturschutz (BfN) am Dienstag in Bonn vorstellte.

So gaben 52 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen an, viel häufiger oder zumindest etwas häufiger in der Natur unterwegs zu sein als vor der Corona-Krise. Natur spiele für sie oft eine wichtige Rolle beim Stressabbau und zur Ablenkung, aber auch als Raum für Sport und Bewegung. Die Bedeutung der Natur ist für Jugendliche und junge Erwachsene demnach während der Corona-Krise gestiegen. Gut die Hälfte (52 Prozent) gibt an, dass ihr die Natur wichtiger oder zumindest etwas wichtiger geworden ist.

33 Prozent der jungen Menschen sehen eine Verbindung der Corona-Krise zum Zustand von Natur und Umwelt. 36 Prozent halten Corona nur für ein Gesundheitsthema, 31 Prozent sind unentschieden.

Für die Jugend-Naturbewusstseinsstudie 2020 wurden im Auftrag des Bundesumweltministeriums und des BfN im Frühsommer vergangenen Jahres gut 1.000 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren befragt. Im Herbst wurde die Befragung um das Thema „Natur und Corona“ und weitere 1.000 Jugendliche im Alter von 14 bis 24 Jahren ergänzt. Die Studie ist den Angaben zufolge repräsentativ für Deutschland. (dpa)