Bio-Caterer

Bio-Caterer Matthias Rodewald setzt auf Qualität aus der Region

„Ich bin kein Gesundheitsapostel“, sagt Matthias Rodewald. Der gelernte Koch, der seit acht Jahren die Firma Bio-Catering Halle, betreibt, sagt, er wolle einfach frisches, schmackhaftes Essen anbieten, was gleichzeitig gesund ...

Von Bärbel Böttcher

„Ich bin kein Gesundheitsapostel“, sagt Matthias Rodewald. Der gelernte Koch, der seit acht Jahren die Firma Bio-Catering Halle, betreibt, sagt, er wolle einfach frisches, schmackhaftes Essen anbieten, was gleichzeitig gesund ist“.

Aber warum Bio? „Ausschlaggebend für meine Entscheidung, mich auf Bio zu spezialisieren war, dass das meines Erachtens die besten Lebensmittel sind, die es gibt“, betont Rodewald. Er habe da einen Markt gesehen und eine Alternative zu den Großküchen, eine Alternative, zu den vorverarbeiteten Lebensmitteln aus der Tiefkühltruhe und dem Tetrapack, den sogenannten Convenience-Produkten. Wer diese möchte, könne bei ihm bestellen - egal ob für Kita, Schule, das Büro oder für ein Fest.

Mehr als 1.000 Mittagessen liefert Rodewalds Firma beispielsweise täglich an Kitas und Schulen in Halle, Aschersleben und Naumburg. Es kämen auch neue Interessenten. Aber einige schrecke der Preis ab, räumt er ein. Neue Kunden zahlen bei ihm für ein Kita-Essen ab drei Euro, für ein Schulessen ab 3,50 Euro. Für alteingesessene Kunden liegt der Preis für ein Kita-Essen zwischen 2,75 Euro und 3,10 Euro. Für ein Schulessen zwischen 2,90 und 3,50 Euro. Die genaue Höhe hänge von der Zahl der gelieferten Essen ab.

Bioessen ist teurer

„Mit unseren Preisen sind wir nicht die teuersten. Im Zuge der Einführung des Mindestlohnes haben alle Caterer die Preise angezogen“, sagt Rodewald. Aber er bewegt sich doch im obersten Bereich. Der Durchschnittspreis für eine Mittagsmahlzeit in der Schulverpflegung liegt in Sachsen-Anhalt bei etwa 2,20 Euro.

Rodewald bezieht einen Teil seiner Produkte - etwa Kartoffeln, Fleisch und Milch - aus dem Mansfelder Land vom Bioland-Betrieb Biotopia. Regionalität ist ihm ganz wichtig. „Ich kann die Bio-Möhre auch in Afrika kaufen oder einen Broccoli-Taler aus der Tiefkühltruhe holen“, sagt er. „Aber das ist für mich nicht Bio.“ (mz)