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Alles wird teurerGeld sparen beim Duschen: Lohnt sich ein Sparduschkopf?

Die Energiepreise steigen in eine horrende Höhe. Nun versuchen zahlreiche Haushalte so gut es geht bei Heizung, Wasser und Strom zu sparen, um mögliche Nebenkostenüberraschungen ausgleichen zu können. Sogenannte Sparduschköpfe sollen in dieser finanziellen Misere Abhilfe schaffen.

Aktualisiert: 13.07.2022, 15:47
Sparduschköpfe sollen im Durchschnitt sechs bis neun Liter pro Minute. Foto:
Sparduschköpfe sollen im Durchschnitt sechs bis neun Liter pro Minute. Foto: IMAGO/serienlicht

Magdeburg/DUR - "Wir müssen sparen!" Dieser Satz wird in deutschen Haushalten in den kommenden Monaten wohl noch öfter fallen, wenn die Heizung angedreht wird oder sich ein Familienmitglied duschen möchte. Doch es muss sich nicht unbedingt kurz und kalt abgebraust werden. Ein sogenannter Sparduschkopf soll die nächste Nebenkostenabrechnung um einige Euro senken und eine angenehme Dusche weiterhin ermöglichen.

Was ist ein Sparduschkopf?

Wichtig zu wissen ist, dass es nicht "den einen Sparduschkopf" gibt. Vielmehr gibt es verschiedene Arten, die beim Duschen dafür sorgen, dass Wasser gespart wird. So gibt es Duschköpfe, die grundsätzlich weniger Wasser durchlassen, weil sie im Durchmesser kleiner gebaut sind. Andere widerum besitzen sehr feine Wasserdüsen oder haben einen Durchlaufbegrenzer eingebaut bekommen. Auf diese Weise erhöht sich zwar der Wasserdruck, allerdings gibt bei diesen Duschköpfen auch weniger Wasserdüsen.

Zusätzlich werden auch Sparduschköpfe und sogenannte Perlstrahler angeboten, die dem Wasserstrahl Luft beimischen. Die Menge des durchlaufenden Wassers wird so, fast unbemerkt, verringert. Bei diesen Luftbeimischern wird allerdings auch der Wasserdruck gesenkt.

Wie viel Wasser spare ich mit einem Sparduschkopf?

Die Wasserersparnis durch solch einen Duschkopf hängt zunächst von der Duschdauer und der Häufigkeit ab. Auch die Zahl der im Haushalt lebenden Personen und der aktuelle Wasserverbrauch durch einen herkömmlichen Duschkopf spielen eine Rolle.

Grundsätzlich haben Duschköpfe mit mehr als 15 Litern Wasserdurchlauf pro Minute einen hohen Wasserverbrauch. Wenn weniger als 11 Liter pro Minute hindurchfließen, gilt er als eher verbrauchsarm. Sparduschköpfe hingegen lassen in der Minute etwa nur 6 bis 10 Liter durch. Das bedeutet nicht selten eine Ersparnis von rund 50 Prozent. Eine Auswirkung auf die nächste Nebenkostenrechnung sollte dann spürbar sein.

Wie viel Geld spare ich mit einem Sparduschkopf?

Auch bei dieser Frage lässt sich kein pauschaler Wert ermitteln. Neben den bereits genannten Faktoren hängt die Geldersparnis auch vom regionalen Kalt- und Warmwasserpreis pro Liter ab. Eine Beispielrechnung:

Wird von 0,2 Cent pro Liter Leitungswasser und einem regulären Wasserverbrauch beim Duschen von 12 Liter pro Minute ausgegangen, so wird mittels eines Sparduschkopfs, welcher rund 8 Liter Wasser pro Minute durchlässt, ein Drittel der Wassermenge gespart. Personen, die im Schnitt also fünf Minuten am Tag duschen, verbrauchen somit täglich nur 40 statt 60 Liter Wasser.

Werden diese 20 Liter jeden Tag eingespart, ergibt sich folgende Rechnung: 20 Liter x 0,2 Cent x 365 = 14,60 €

Auch wenn diese Summe auf den ersten Blick recht ernüchternd wirkt, so wurde in diesem Beispiel mit recht niedrigen Werten gerechnet. Vielerorts überstiegt das Wasserentgelt die hier aufgeführten 0,2 Cent pro Liter. Je mehr Personen im Haushalt leben, desto höher fällt die Ersparnis ebenfalls aus. Zudem wurden die Energiekosten für die Erwärmung des Wassers in diesem Beispiel nicht berücksichtigt. Warmduscher sparen also noch mehr.

Sparduschköpfe sind bereits ab 15 Euro erhältlich. Theoretisch würde sich diese Investition, abhängig von der Haushaltsgröße, bereits nach wenigen Monaten rentieren.

Wie berechne ich den Wasserdurchlauf?

Falls die Menge des Wasserdurchlaufs pro Minute beim aktuellen Duschkopf unbekannt ist, kann ein einfacher Test helfen. Drehen Sie den Duschkopf ganz auf und stoppen Sie die Sekunden, um einen 10-Liter-Eimer komplett zu füllen. Sobald dieser voll ist, wird die Uhr gestoppt. Teilen Sie 600 durch die gemessene Sekundenzahl. So erhalten Sie die durchschnittliche Schüttmenge in Liter pro Minute.