Tipps gegen den Blindflug Tiefstehende Sonne: So minimieren Sie die Blendgefahr
Im Winter am Steuer: Warum das auch ohne Schnee, Eis oder Glätte und schon bei geringem Tempo riskant sein kann – und wie eine einfache Vorbereitung das Unfallrisiko senkt.

Erfurt - Der Winter kann sich von seiner schönen Seite zeigen: Frostig, aber mit strahlend blauem Himmel und Sonnenschein. Allerdings kann tiefstehende Sonne zum Risikofaktor werden, warnt der Tüv Thüringen. Denn wer davon geblendet wird, legt je nach Tempo eine gewisse Strecke im Blindflug zurück.
Um die Blendgefahr zu minimieren, hat die Prüfgesellschaft einige Tipps parat: Die reicht von einer Sonnenbrille (auch im Winter griffbereit halten), über angepasstem Fahrstil bis hin zum bewussten Erhöhen der Sitzposition und dem Herunterklappen der Sonnenblende. Zur Not kann auch eine Hand helfen, die kurzzeitig die Blendwirkung der Sonne abmildert.
Abstand erhöhen und lieber doppelt absichern
Zum angepassten Fahrstil gehört, sich am rollenden Verkehr zu orientieren, bremsbereit zu bleiben und den Sicherheitsabstand zu erhöhen. Und man geht bei tiefstehender Sonne besser noch umsichtiger zu Werke.
Das gilt vor allem beim Abbiegen und Überholen – lieber doppelt absichern, dass wirklich niemand kommt und die Bahn frei ist. Dabei kann auch der Beifahrer hilfreich sein, wenn der vielleicht einen besseren Blickwinkel hat.
Putzen hilft Blendgefahren zu minimieren
Auch gute Vorbereitung hilft: Denn eine verschmutzte Frontscheibe erhöht die Blendwirkung zusätzlich. Daher die Scheibe von innen und außen regelmäßig säubern. Auch darauf achten, dass genug Wischwasser für die Scheiben im Behälter ist.
Auto fahren ohne Sicht ist gefährlich – und das schon bei geringem Tempo. Denn wenn dann plötzlich ein Hindernis auftaucht, bleibt kaum noch Zeit zum Reagieren. Drei Beispiele, wie viele Meter man im Blindflug zurücklegt, wenn man nur eine Sekunde lang nichts sieht:
- Gut 8 Meter bei 30 km/h
- Fast 14 Meter bei 50 km/h
- Knapp 28 Meter bei 100 km/h