Ab in den Frühlingsurlaub So fährt man in Autobahnbaustellen sicherer
Die Baustellentätigkeit auf den Autobahnen nimmt wieder Fahrt auf. Aber wie bleibt man im Baustellenverkehr sicher? Einfache Tipps helfen, Unfälle zu vermeiden – und sicherer ans Ziel zu kommen.

München - Ab in den Urlaub – oder steht einfach nur eine längere Fahrt an? Egal, warum man auf die Autobahn will – aktuell steigt jahreszeitlich typisch die Anzahl der Baustellen wieder an. Doch gerade im Gewusel vor, in und hinter Baustellenbereichen steigt das Unfallrisiko erheblich.So kann es zu Auffahrunfällen, riskanten Spurwechseln und gefährlichen Situationen durch fehlenden Abstand oder zu hohes Tempo kommen, so der Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS). Zudem arbeiten hier auch Menschen, die man als Autofahrer gefährden könnte.
Drei wichtige Tipps sind: das Einhalten der Tempolimits, genug Abstand zum Vordermann und das frühzeitige Bilden einer Rettungsgasse. Eine Autobahnbaustelle wird angekündigt oder kommt in Sicht – das ist zu tun:
Die Baustelle kommt - der Verkehr muss langsamer werden
In der Regel wird das Tempo vorher durch entsprechende Beschilderung sukzessive heruntergefahren. Zuweilen werden Spuren zusammengeführt, einzelne Spuren können sich auch verengen. Das kann schnell brenzlig werden.
Beim Zusammenführen von Spuren gilt das Reißverschlussverfahren. Doch viele machen es immer wieder falsch, hat der Autoclub beobachtet.
Dann wird versucht, möglichst früh auf die Spur zu fahren, die weiter offenbleibt – falsch! Richtig ist, den endenden Fahrstreifen bis kurz vor der Verengung zu befahren und sich dort abwechselnd einzuordnen.
Dann, wie schon beim Abschnitt vor der Baustelle, gelten in der Baustelle Tempolimits. Oft dürfen nicht mehr als 60 oder 80 km/h gefahren werden. Natürlich muss man sich daran halten, „auch wenn subjektiv kein unmittelbares Hindernis erkennbar“ sei. Denn schon allein durch die Tatsache, dass die Fahrbahnen in den Baustellen schmaler sind oder Fahrbahnmarkierungen ungewohnt verlaufen können, erhöhen sich Risiken.
Auf die Breite achten - nicht alle dürfen auf der linken Spur fahren
In vielen Baustellen ist die rechte Spur noch so breit, dass Lastwagen sie nutzen können. Die linke ist oft viel schmaler. Daher ist unbedingt die entsprechende Beschilderung zu befolgen. Es kann sein, dass die linke Spur auf Fahrzeuge mit einer Breite von beispielsweise 2,0 oder 2,10 Metern begrenzt ist. Viele Autos, etwa SUVs, sind da im Einzelfall deutlich breiter. Ach so, hier gilt die tatsächliche Breite – inklusive der Außenspiegel. Die in den Fahrzeugpapieren angegebene Breite schließt diese schließt die Außenspiegel nicht ein. Im Zweifel sein Auto diesbezüglich nachmessen.
Abstand halten und rechtzeitig an die Rettungsgasse denken
Wie immer wichtig: genug Abstand halten. Als Faustegel nennt der Club den halben Tachowert in Metern. Und stets vorausschauend fahren, konzentriert bleiben und dabei die Bremslichter der vorausfahrenden Fahrzeuge im Blick behalten. Tipp: immer leicht versetzt fahren, um gerade in Kurven nicht mit Fahrzeugen auf der Nebenspur zusammenzustoßen.
Auch in Baustellenbereichen muss immer eine Rettungsgasse gebildet werden, wenn der Verkehr zum Stillstand kommt oder stockt. Sie wird gebildet zwischen dem linken und dem rechten Fahrstreifen. Wenn mehr als zwei Spuren vorhanden sind, zwischen der äußersten linken und der unmittelbar rechts daneben verlaufenden Spur.