Test Mit dem Kia Sportage lässt es sich sparsam reisen
Das kompakte SUV bietet viel Platz für die Passagiere. Bis zu vier Fahrprogramme sorgen für zusätzliche Sicherheit. Die Preise beginnen bei 35.190 Euro.

Halle / Saale - Das Heck des Kia Sportage ist mit seiner breiten Lichtleiste der Hingucker. Da hat das Modell beim Facelift im Vorjahr noch mal gewonnen. Sonst sind die aktuellen Retuschen außen nicht markant spürbar, allenfalls noch beim leicht modifiziertem Kühlergrill und den LED-Scheinwerfern. Das kompakte SUV, das in fünfter Generation auf dem Markt ist, gefällt mit seinem modernen Design. Den 4,54 Meter langen Wagen gibt es als Benziner, als Hybrid, Plug-in-Hybrid und immer noch als Diesel, was mit Blick auf Kundenbedürfnisse eine gute Entscheidung des Herstellers ist. Rein elektrisch fährt der Sportage noch nicht. Wer so etwas sucht, hat aber bei der südkoreanischen Marke eine ständig größer werdende Auswahl an Elektromodellen.
Der im Test gefahrene Wagen war ein klassischer Benziner. Den gibt es als Schalter ab 35.190 Euro, die hier vorgestellte Version fuhr mit DCT-Getriebe und kostet ab 40.090 Euro. Dieser Sportage produziert in einem 1,6-Liter-Turbo-Motor 180 PS und liefert ein maximales Drehmoment von 265 Nm, das bereits bei 1.500 U/min anliegt. Ein Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DCT) bringt die Kraft auf die Vorderräder (AWD möglich). Auch bei höheren Geschwindigkeiten bleibt das Fahrzeug relativ leise. Wind- und Abrollgeräusche halten sich bis 130 km/h in Grenzen. Erst darüber hinaus und bei sehr hohen Drehzahlen wird es lauter.

Mit seinen 180 PS ist der Sportage-Benziner ausreichend motorisiert, jederzeit kann er flott bewegt werden und bietet mehr als man eigentlich im Alltag braucht. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgt laut Hersteller in 9,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 203 km/h, die sehr zügig erreicht wird. Auch beim Beschleunigen in höheren Tempobereichen packt der Motor spürbar zu. Wem das dennoch zu wenig Leistung ist, kann ab Modelljahr 2026 auch einen Plug-in-Hybrid mit 288 PS ordern. Das Fahrwerk des Sportage bügelt kleinere Unebenheiten souverän weg. Nur bei groben Fahrbahnschäden macht sich etwas Härte bemerkbar. Insgesamt bietet der Sportage eine ausgewogene Federung. Die sehr angenehm geformten, straffen Sitze tragen zum komfortablen Reisen bei. Das Raumangebot ist sehr großzügig, vorn wie hinten finden die Passagiere ausreichend Platz und zahlreiche Ablagen. Der Kofferraum fasst 430 Liter, legt man die Lehnen um, entsteht eine ebene Ladefläche, die Platz für ein komplettes 28er Fahrrad bietet.
Kia hat beim Facelift die Assistenzsysteme überarbeitet und aufgewertet. An Bord sind unter anderem ein aktiver Spurhalteassistent, ein adaptiver Tempomat, Totwinkelwarner, Verkehrszeichenerkennung sowie eine 360 Grad-Kamera mit mehreren Ansichtsmodi. Sie bietet u.a. eine Vogelperspektive und Detailansichten der Vorderräder, was das Einparken erleichtert. Die Hilfe der zahlreichen Assistenten nimmt man gern in Anspruch, sie sind schnell und präzise. Das ist ein gutes, praxisnahes Angebot und wirkt nicht überladen mit Dingen, die man dann eher selten nutzt . Die Lenkung ist angenehm direkt, vermittelt ein gutes Feedback, die Spurführung arbeitet genau und zupackend. Drei Fahrmodi, Normal, Smart, Sport, sind wählbar, wobei der Unterschied zwischen Normal und Smart nicht groß ist. Gern nutzt man den Sportmodus. In der auch erhältlichen Sportage-Version mit Allradantrieb gibt es noch einen hilfreichen Schneemodus, der das Anfahren und das Spurhalten erleichtert.
Übermäßig sparsam ist der Wagen nicht (Tank 54 Liter). Kia nennt einen Normverbrauch von 7,7 Litern auf 100 Kilometer. Im Schnitt wurden im Test 8,1 Liter erreicht, bei sehr schnellen, langen Autobahnfahrten wurden die neun Liter deutlich übersprungen, fährt man entsprechend, sind aber auch mal knapp unter sieben Liter drin. Und wie üblich bei Kia gibt es auch für den Sportage sieben Jahre Herstellergarantie.
Technische Daten Kia Sportage 1.6-GDI DCT 2WD
Antrieb: Vierzylinder-Benzinmotor mit 1,6 Liter Hubraum, Frontantrieb
Leistung: 180 PS
Drehmoment: 250 Nm
Höchsttempo: 203 km/h
Verbrauch im Test: 8,1 l
Tank: 54 l
Kofferraum: 430 Liter
Länge: 4,54 m
Preis: ab 35.190 Euro (Handschaltung), Testwagen 40.090 Euro (DCT-Getriebe), Diesel ab 37.390 Euro