Neu im Jahr 2023Drei Hybrid-Antriebe für den Mitsubishi ASX

Erstmals gibt es das kompakte SUV auch mit einem wieder aufladbaren Plug-in-Hybrid. Der Verkauf des neuen ASX beginnt im März kommenden Jahres, Preise noch offen.

Von Hans-Ulrich Köhler Aktualisiert: 04.12.2022, 18:02
Der neue Mitsubishi ASX basiert auf der Plattform vom Renault Captur.
Der neue Mitsubishi ASX basiert auf der Plattform vom Renault Captur. we
Heckansicht des 4,23 Meter lange Mitsubishi ASX
Heckansicht des 4,23 Meter lange Mitsubishi ASX
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Halle / Saale - Die Messlatte für den neuen ASX hat sich Mitsubishi selbst hoch gelegt. Denn seit das Kompakt-Modell 2010 erstmals in Deutschland auf den Markt kam, wurde es mehr als 100.000 Mal verkauft. Das neuste Modell soll daran anknüpfen. Zugleich treibt Mitsubishi damit die Elektrifizierung seiner Modelle weiter voran. Der als kompaktes SUV angebotene ASX wird als Plug-in Hybrid, Vollhybrid und Mildhybrid zu haben sein. Ein erster Blick auf das jüngste, 4,23 Meter lange Modell zeigt, dass das Design des ASX in Richtung des Markengesichtes weiterentwickelt wurde, das Mitsubishi „Dynamic Shield-Design“ nennt. Auffallend daran ist die sehr expressiv gestaltete Frontpartie mit dem großen Mitsubishi-Logo in der Mitte. Kräftige, weit hoch gezogene Seitenschweller sowie eine stark zum Heck hin aufsteigende Seitenlinie bestimmen die Karosserie und sollen wohl etwas Sportlichkeit versprechen. Optional gibt es Zweifarbenlackierung, Serie sind markante LED-Scheiwerfer und -Rückleuchten.

Soweit sich das nach einer ersten Sitzprobe auf der Premierenbühne beurteilen lässt, hat der ASX in seiner Ausstattung gewonnen, wozu modernste digitale Instrumente sowie eine zeitgemäße Konnektivität zählen. Teilautomatisiertes Fahren soll ein System sichern, dass teilweise selbstständig auf Verkehrssituationen reagiert. Mehre Fahrmodi ermöglichen, den Antrieb an die Fahrbedürfnisse anzupassen. Der Fahrer blickt je nach Ausstattungslinie auf ein analoges Kombiinstrument mit 4,2-Zoll-Bildschirm, ein konfigurierbares digitales Kombiinstrument mit Sieben-Zoll-Bildschirm oder auf das personalisierbare 10,25-Zoll-Digitalfahrerdisplay. Hier werden auch die Hinweise des 3D-Navigationssystems dargestellt.

Mehrer Fahrassistenzsysteme helfen, frühzeitig Gefahren zu erkennen und greifen notfalls ein. Serienmäßig sind bei allen Modellen ein Auffahrwarnsystem mit Notbremsassistent inklusive Fußgänger- und Fahrradfahrererkennung, ein aktiver Spurhalteassistent und eine Verkehrszeichenerkennung. In höheren Ausstattungslinien kommen u.a. Totwinkelassistent und Fernlichtassistent dazu. Das Display dient nicht nur als Schaltzentrale für das Infotainmentsystem, sondern erlaubt auch die Steuerung des neuen Multi-Sense-Systems, mit dem der Fahrer das Lenkverhalten, die Fahrwerkskontrolle und die Traktion individuell einstellen kann. Neben den Modi Eco und Sport steht für das Plug-in Hybridmodell zusätzlich der Modus Pure für rein elektrisches Fahren zur Wahl.

Alle Motorisierungen werden zum Marktstart im Frühjahr 2023 verfügbar sein. Den Einstieg macht ein Turbo-Dreizylinder mit 1,0 Liter Hubraum und 91 PS. Darüber hinaus ist ein 1,3-Liter-Turbo-Benzindirekteinspritzer in zwei Leistungsstufen verfügbar. Wahlweise hat er 140 PS samt Sechsgang-Schaltgetriebe oder 158 PS und Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. An der Spitze des Programms steht ein Plug-in Hybrid mit 1,6-Liter-Benzinmotor und zwei Elektromotoren (Systemleistung 159 PS). Die rein elektrische Reichweite der 10,5-kWh-Fahrbatterie gibt der Hersteller mit 49 Kilometern an, innerorts werden gar 63 Kilometer versprochen, was aber noch nicht zu prüfen war. Der neue ASX ist auch das erste Mitsubishi Modell, das in Europa mit Vollhybridantrieb verkauft werden wird. Ein 94 PS starker 1,6-Liter-Benzinmotor mit Automatikgetriebe sorgt gemeinsam mit zwei Elektromotoren (zusammen 143 PS) für den etwas spritsparenderen Vortrieb. Beim Verzögern und Bremsen wird Energie rekuperiert. Diese gespeicherte Energie hilft dem Benziner beim Beschleunigen, erzeugt zusätzlich Drehmoment.

Beim ASX hält Mitsubishi an einem alten Serviceversprechen der Marke fest. Es gilt eine Fünfjahres-Garantie (bis 100.000 Kilometer). Modelle mit Plug-in Hybrid sowie Vollhybrid-Antrieb erhalten zudem acht Jahre lang eine Garantie auf die Fahrbatterie (bis 160.000 Kilometer). Der neue ASX basiert auf der technischen Plattform, die für Modelle der Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz genutzt wird. Dass es überhaupt einen neuen Mitsubishi für Europa gibt, ist überraschend. Vor zwei Jahren noch hatten die Japaner verkündet, für diesen Markt keine Modelle mehr zu entwickeln. Dann änderte sich die personelle Zusammensetzung an der Spitze des Auto-Quartetts. Der neue Renault-Chef machte sich für den ASX und Synergien stark, denn der Japaner ist ein Ableger des Renault Captur, gleicht ihm in Technik und wesentlichen Designmerkmalen. Im März 2023 soll der neue ASX bei den Händlern stehen, die Preise sind noch nicht bekannt. Der Renault Captur kostet ab 22.700 Euro. In dieser Region dürfte auch der Preis des Mitsubihi ASX zu erwarten sein.