Neue Marke China-Riese Chery gibt Deutschlanddebüt mit dem Jaecoo 7 SHS
Daheim in China zählen sie zu den ganz Großen, doch bei uns kennt Chery wohl noch kaum einer. Das will der Konzern mit mehreren Marken und Modellen ändern. Den Anfang macht Jaecoo mit dem 7 SHS.

Frankfurt/Main - Angekündigt haben sie es schon länger, aber jetzt macht Chery Ernst und startet den Vertrieb auch in Deutschland. Als erste von mindestens drei Marken des chinesischen Konzerns geht noch in diesem Frühjahr Jaecoo ins Rennen, teilt der deutsche Ableger in Frankfurt mit. Später sollen noch Omoda mit weiteren Geländewagen und Exlantix mit Limousinen im Stil der Porsche Taycan folgen. Erstes Modell für Deutschland wird nach diesen Angaben zu Preisen ab 36.900 Euro der Jaecoo 7, der mit einem „Super Hybrid System“ startet und deshalb zusätzlich das Kürzel „SHS“ trägt. Dafür kombinieren die Chinesen bei dem 4,50 Meter langen Konkurrenten für Autos wie VW Tiguan oder Toyota RAV-4 einen 1,5 Liter großen Benziner mit zwei E-Motoren und einem Pufferrakku von rund 18,3 kWh.
Rein elektrisch geht es 90 Kilometer weit
Der Plug-in-Hybrid arbeitet seriell, und in den meisten Fahrsituationen übernimmt laut Chery eine 150 kW/204 PS starke E-Maschine den Vortrieb, während der Vierzylinder als Generator arbeitet. Nur wenn die volle Systemleistung von 205 kW/279 PS benötigt wird, hilft der Verbrenner mit. Dann schafft der Wagen bis zu 180 km/h.
Die rein elektrische Reichweite beziffert Chery mit 90 Kilometern, den Normverbrauch mit 2,4 Litern und den CO2-Ausstoß mit 5,4 g/km. Wer es darauf anlegt, soll aber bis zu 1.200 Kilometer ohne Stopp fahren können.