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Aus für Kult-Serie "Schlag ins Gesicht!" ARD stoppt Krimi-Fortsetzung nach Tod von Horst Krause

Fans der "Krause"-Filme müssen Abschied nehmen. Die "ARD Degeto" hat entschieden, die Reihe nach dem Tod von Horst Krause nicht fortzusetzen. Regisseur Bernd Böhlich zeigt sich enttäuscht.

Von Franziska Peinelt 20.02.2026, 14:06
Die beliebte Filmreihe um den Dorfpolizisten Horst Krause wird nicht weitergeführt. 
Die beliebte Filmreihe um den Dorfpolizisten Horst Krause wird nicht weitergeführt.  (Foto: dpa | Bernd Settnik)

Magdeburg/Halle (Saale). – Bittere Nachricht für alle Krimi-Fans: Eine Fortsetzung der beliebten "Krause"-Filme wird es nicht geben. Die ARD-Tochter Degeto hat Pläne für neue Geschichten aus Schönhorst nach dem Tod von Horst Krause abgelehnt.

ARD stoppt "Krause"-Fortsetzung nach Tod von Horst Krause

Wie die Zeitschrift "Superillu" berichtet, wollte Regisseur Bernd Böhlich die Reihe auch ohne ihren Hauptdarsteller weiterführen. Doch aus Frankfurt kam eine klare Absage.

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"Die wunderbare Horst-Krause-Reihe steht und fällt mit der Hauptfigur Horst Krause. Daher möchten wir in Absprache mit dem RBB den einzigartigen Kosmos um Horst Krause bei ihm belassen, gerade aus Respekt vor dem Schauspieler, der von ihm gespielten Figur und dem Publikum", teilte der Redaktionsleiter der Degeto, Christoph Pellander, mit.

Nach Krimi-Aus: Regisseur Böhlich übt deutliche Kritik

Böhlich reagierte enttäuscht auf die Entscheidung. "Die Degeto Film hat meiner Meinung nach zu viel Entscheidungsgewalt gegenüber den Sendern, in unserem Fall dem RBB", sagte er der "Superillu". Und weiter: „Eine verpasste Chance ist das, ein Schlag ins Gesicht des Publikums.“

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Zugleich verwies er auf die Bedeutung der Filme für Brandenburg und Ostdeutschland: "Und im fernen Hessen scheint man nicht zu wissen, wie beliebt und identitätsstiftend die 'Krause'-Filme sind – auch, was ein positives Brandenburg-Image und des Ostens allgemein angeht. Äußerst schade!"

Die Degeto verwies unterdessen auf zahlreiche Produktionen in Ost- und Mitteldeutschland und betonte, bundesweit präsent zu sein und unterschiedliche Regionen abbilden zu wollen.

Jörg Schüttauf sollte Rolle übernehmen

Der Regisseur hatte geplant, die Handlung im fiktiven Ort Schönhorst mit dem Schauspieler Jörg Schüttauf weiterzuerzählen. Dieser hatte bereits zuvor in einem "Krause"-Film den Sohn der Titelfigur gespielt und war auch als Ermittler im "Tatort" zu sehen.

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Horst Krause war 2025 im Alter von 83 Jahren in Teltow gestorben. Bekannt war er auch als Polizeihauptmeister in der Reihe "Polizeiruf 110". In den "Krause"-Filmen war er regelmäßig mit seinem Hund auf dem Motorrad unterwegs.