Spielplan

Stage Entertainment startet Musical-Saison im Herbst

Es wird wieder gesungen: In Berlin, Stuttgart und Hamburg öffnen im Herbst die Stage-Musical-Häuser. Dabei kommt nicht nur Bekanntes, sondern auch Neues auf die Bühne.

Von dpa
Musical-Darsteller aus „Der König der Löwen“ in Hamburg: Hope Maine als Simba (l-r), Joachim Benoit als Zazu und Thenjiwe Nofemele als Rafiki.
Musical-Darsteller aus „Der König der Löwen“ in Hamburg: Hope Maine als Simba (l-r), Joachim Benoit als Zazu und Thenjiwe Nofemele als Rafiki. Marcus Brandt/dpa

Hamburg/Berlin/Stuttgart - „König der Löwen“, „Blue Man Group“, „Wicked“, „Die Eiskönigin“, „Ku'Damm 56“ und „Aladdin“ - mit einer Mischung aus erfolgreichen Klassikern und neuen Inszenierungen soll im Herbst in Hamburg, Berlin und Stuttgart die Musical-Saison wieder starten.

Der Anfang werde am 5. September in der Neuen Flora in Hamburg mit der Premiere des Hexen-Musicals „Wicked“ gemacht, sagte Stage-Geschäftsführerin Uschi Neuß am Donnerstag in Hamburg. „Endlich wieder live. Der Moment, wenn zwischen Zuschauern und Künstlern etwas passiert. Das geht nur live. Und das hochemotional.“

Die Stage Entertainment GmbH komme an allen drei deutschen Standorten „mit grandiosen Shows zurück - und sogar mit gleich vier Premieren.“ In Hamburg folgen im Spielplan kurz nach der „Wicked“-Premiere die Wiederaufnahme des Musicals „König der Löwen“ am 2. Oktober. Vom 10. Oktober an wird wieder „Tina“ im Operettenhaus gespielt und am 7. November steht im Theater an der Elbe die Deutschlandpremiere von „Die Eiskönigin“ an.

Berlin startet am 26. September mit der Wiederaufnahme der „Blue Man Group“ und legt am 28. November mit der Uraufführung von „Ku'Damm 56“ im Theater des Westens nach. Stuttgart feiert am 5. Oktober im Palladium-Theater seine „Tanz der Vampire“-Premiere und bringt vom 2. November an im Apollo-Theater wieder „Aladdin“ auf die Bühne.

Bisherigen Planungen und Corona-Regeln zufolge wird eine Auslastung von bis zu 50 Prozent möglich sein, sagte Neuß weiter. Die Besucher werden dabei in Buchungsgruppen im Schachbrettmuster mit Abstand zueinander platziert. Wirtschaftlich sei das noch nicht. „Wir setzen auf die Wirtschaftlichkeitshilfe, die genau dafür gedacht ist.“ Dieser vom Bundesfinanzministerium aufgelegte Sonderfonds für Kultur soll die Differenz zwischen den Einnahmen und den Kosten ausgleichen.

Neuß hofft, dass Stage schon 2023 wieder auf eigenen Beinen stehen kann. „Das ist ja kein Dauerziel. Wir wollen ja nicht in eine staatliche Subvention kommen. Aber es bringt uns über die Zeit.“

Die Stage Entertainment GmbH mit ihren deutschlandweit 1500 Mitarbeitern und ihren acht Häusern in drei Städten musste coronabedingt eine rund 18-monatige Zwangspause einlegen. Den Angaben zufolge fielen deshalb rund 5100 Vorstellungen aus. Viele Mitarbeiter sind in Kurzarbeit. „Uns fehlt in diesen Monaten komplett der Umsatz. Das ist eine ziemliche Katastrophe.“

Unmittelbar vor der Corona-Pandemie und der Zwangspause hatte Stage eigenen Angaben zufolge rund 600 000 Tickets für anstehende Vorstellungen verkauft. Mehr als 90 Prozent dieser Tickets seien umgebucht oder zum Gutschein umgetauscht worden. Nur rund fünf Prozent der Kunden hatten sich ihre Tickets zurückbezahlen lassen.

Die Musicals „Pretty Woman“ und „Paramour“ in Hamburg sowie „Ghost“ in Stuttgart werden vorerst nicht wieder aufgenommen. Das Unternehmen habe sich aber bereits weitere Lizenzen für andere Produktionen gesichert. Welche das sind, wollte ein Stage-Sprecher zunächst nicht sagen.