Millionen-Deal

Phil Collins und Genesis-Kollegen verkaufen Musikrechte

Musiker wie Bruce Springsteen und Bob Dylan haben es bereits getan, nun trennen sich auch der Sänger und seine Band-Kollegen von ihren Songrechten. Allerdings für sehr, sehr viel Geld.

Von dpa Aktualisiert: 30.09.2022, 12:19
Sänger Phil Collins bei einem Auftritt in Mexiko.
Sänger Phil Collins bei einem Auftritt in Mexiko. Rebecca Blackwell/AP/dpa

Los Angeles (dpa) - Der britische Sänger Phil Collins (71) und seine Genesis-Kollegen, Gitarrist Mike Rutherford (71) und Keyboarder Tony Banks (72), verkaufen einen Teil ihrer Musikrechte an das US-Unternehmen Concord.

Sie würden die Kataloge der Musiker Collins, Rutherford, Banks, Mike and The Mechanics und Genesis bei Concord willkommen heißen, schrieb das in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee ansässige Musiklabel auf Instagram und verlinkte einen Bericht der US-Zeitung „Wall Street Journal“.

Der Deal umfasst demnach Werke von den Solokarrieren der drei Künstler, ihrer gemeinsamen Genesis-Musik und der von Rutherford gegründeten Band Mike and the Mechanics. Nicht enthalten seien Genesis-Aufnahmen mit dem früheren Frontmann Peter Gabriel, der die Rockband 1975 verlassen hatte, berichtete das „Wall Street Journal“. Die Zeitung schätzte den Wert der Vereinbarung auf 300 Millionen Dollar (rund 305 Millionen Euro).

Genesis wurde 1967 als Progressive-Rock-Band gegründet. Mit Konzeptalben wie „Selling England By The Pound“ oder „The Lamb Lies Down On Broadway“ wurden sie in den 70er Jahren berühmt. Nach dem Ausstieg von Sänger Gabriel und Gitarrist Steve Hackett orientierte sich die Band in den 80er Jahren erfolgreich in Richtung Popmusik. Zu ihren bekanntesten Hits zählen „Invisible Touch“, „No Son Of Mine“ und „I Can't Dance“.

Immer mehr Musiker trennen sich ganz oder in Teilen von ihren Songrechten - so etwa Paul Simon, Neil Young, Bruce Springsteen oder Bob Dylan. Die Gründe sind unter anderem sinkende Tonträgerverkäufe und während der Pandemie wegbrechende Konzerteinnahmen. Dagegen werden Erlöse aus dem Streaming- und Serien-Boom für die Branche wertvoller.