Bauhaus-Jubiläum 2019 Bauhaus-Jubiläum 2019: Design und Architektur treffen Globalisierung

Dessau-Roßlau/dpa. - Ziel ist es, dass Baden-Württemberg, Berlin, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gemeinsam mit dem Bund das reiche Bauhauserbe national wie international noch stärker vermitteln wollen. Dazu gehören den Angaben zufolge Ideen für Tourismus und Marketing sowie Ausstellungen zum Thema Bauhaus.
Zudem gehe es darum auf vielfältige Weise zu zeigen, was die Ideen des Bauhauses heute und auch für die Zukunft bedeuten, wie Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) sagte. „Das Bauhaus hatte den Anspruch des neuen Denkens“, sagte er. „Wir wollen nun gemeinsam mit Kreativen, Designern, Architekten, Künstlern darüber reden, wie wollen wir als Gesellschaft in einer globalisierten Welt künftig leben?“, sagte der Minister mit Blick auf die Vorbereitung des Jubiläums. Dazu sollen auch der Bund und weitere Bundesländer mit ins Boot geholt werden.
Der Architekt Walter Gropius (1883-1969) gründete das Bauhaus 1919 in Weimar als Hochschule für Gestaltung. 1925 musste das Bauhaus nach Dessau und später nach Berlin umsiedeln. 1933 wurde es auf Druck der Nationalsozialisten geschlossen. Viele Bauhauskünstler, darunter Gropius und zahlreiche Schüler, emigrierten ins Ausland. Das Bauhaus gab weltweit entscheidende Architektur- und Designimpulse im 20. Jahrhundert.
Um ihre Zusammenarbeit mit Blick auf das Jubiläum zu vertiefen schlossen das Bauhaus-Archiv Berlin, die Stiftung Bauhaus Dessau und die Museen der Klassik Stiftung Weimar am selben Tag einen Kooperationsvertrag. Die Bauhausstätten in Weimar und Dessau gehören heute zum Unesco-Welterbe.
Baden-Württemberg steht in der Bauhaustradition unter anderem mit der Weißenhofsiedlung in Stuttgart. Deren markante weiße Häuser entstanden unter Leitung des berühmten Architekten Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969), einem der bedeutendsten Vertreter der Moderne um 1927, wie ein Sprecher der Stiftung Bauhaus Dessau sagte.

