Weißenfelser kaufen Halloren-Tochter

Weißenfelser kaufen Halloren-Tochter : Heider-Brandenburger auf Einkaufstour

Halle (Saale)/Weißenfels - Unternehmer Heider-Brandenburger hat gerade erst die Firma Argenta erworben. Schon schluckt er die nächste.

Von Steffen Höhne 01.09.2018, 08:00

Die Halloren-Tochter Weibler ist verkauft, der neue Eigner kommt jedoch wieder aus Sachsen-Anhalt. United Chocolate GmbH aus Weißenfels mit dem Unternehmer Tentscho Heider-Brandenburger an der Spitze hat die Weibler Confiserie Chocolaterie mit Sitz im niedersächsischen Cremlingen gekauft.

„Weibler ist eine Firma mit hervorragenden Produkten und einem guten Ruf“, sagt Heider-Brandenburger der MZ. Die hallesche Schoko-Firma Halloren hatte den Verkauf bereits in der vergangenen Woche bekanntgegeben, jedoch den Namen des Käufers nicht genannt.

Heider-Brandenburger befindet sich auf Einkaufstour: Erst Mitte August hatte er verkündet, das Schoko-Unternehmen Argenta übernommen zu haben. Zu den bekanntesten Produkten der Weißenfelser gehören Brockensplitter und Nougattüten. Die bisherige Eigentümerfamilie Dietrich hat sich aus Altersgründen zurückgezogen. Der 51-jährige Heider-Brandenburger kündigte an, Produkte von Argenta verstärkt in den alten Bundesländern auf den Markt bringen zu wollen.

Dabei soll nun Weibler helfen: „Im Vertrieb und bei der Produktentwicklung können sich beide Unternehmen unterstützen“, sagt Heider-Brandenburger. Hinter United Chocolate steht laut Bundesanzeiger die Beteiligungsgesellschaft DPK aus Frankfurt (Main). Der Hamburger Heider-Brandenburger ist nach eigenen Worten bisher als Manager in der Kaffeebranche tätig gewesen.

Die 1990 gegründete Firma Weibler beschäftigt rund 110 Mitarbeiter, die jährlich etwa 700 Tonnen Schokolade verarbeiten. Der Betrieb wird vom Sohn des Gründers geführt und arbeitete bisher unter dem Dach von Halloren weitgehend selbstständig. Laut Halloren-Geschäftsbericht machte die Sparte Chocolaterie im Jahr 2017 einen Umsatz von 14,9 Millionen Euro.

Halloren hatte das niedersächsische Unternehmen im Jahr 2002 erworben. Es war der erste größere Zukauf. Doch nach verlustreichen Jahren strukturiert Halloren nun um. Weibler ist das letzte von vier Tochter-Unternehmen, das verkauft wurde. Halloren will sich künftig auf den Standort Halle und das Markenprodukt Halloren-Kugel konzentrieren. (mz)