Onlineanbieter abgemahnt

Web.de ab: Verbraucherportal Aboalarm erhebt schwere Vorwürfe

Halle (Saale) - Verweigert Web.de seinen Clubmitgliedern die Kündigung? Das behauptet jedenfalls das deutsche Verbraucherportal „Aboalarm“.

07.02.2017, 12:33

Verweigert das Onlineportal Web.de seinen Clubmitgliedern die Kündigung? Das behauptet jedenfalls das deutsche Verbraucherportal „Aboalarm“ und hat Web.de am Dienstag abgemahnt.

Aboalarm mahnt Web.de ab: Kündigung verweigert?

Über Aboalarm haben Kunden die Möglichkeit, Verträge und Abos fristgerecht zu kündigen. Aboalarm bietet dafür ua.a. Kündigungsvorlagen an. Das Portal ist bereits in der Vergangenheit mit diversen Anbietern, z.B. O2, aneinandergeraten. Jetzt steht der Vorwurf gegen Web.de im Raum.

Was genau soll passiert sein? Web.de-Kunden, die ihre Clubmitgliedschaft über Aboalarm kündigen wollen, bekommen die Kündigung angeblich verweigert - aus Sicherheitsgründen, wie das Verbraucherportal am Dienstag mitteilt.

In dem Schreiben des Web.de-Kundenservices heißt es laut Aboalarm:

Vielen Dank für Ihre Nachricht. Sie möchten Ihren Vertrag beenden. Es tut uns leid, dass wir Sie von unserem Angebot nicht überzeugt haben. Aus Sicherheitsgründen können wir Ihr Kündigungsschreiben von Aboalarm leider nicht akzeptieren. Gerne teilen wir Ihnen mit, wie es jetzt weitergeht.

Web.de-Nutzer sollen ihre Kündigungen per Post oder Fax einreichen, heißt es weiter.

„Das Vorgehen und die Argumentation von Web.de sind paradox – zunächst wird die Kündigung per aboalarm-Faxversand verweigert, um dem Nutzer dann im nächsten Schritt die Kündigung per Fax vorzuschlagen“, so Dr. Bernd Storm van’s Gravesande, Geschäftsführer von aboalarm. „Hier werden unsere Nutzer verunsichert und in die Irre geführt, denn die Kündigungen sind rechtlich wirksam – unabhängig davon, ob Web.de das akzeptiert oder nicht.“

Aboalarm will notfalls gegen Web.de vor Gericht ziehen

In der Vergangenheit ist Aboalarm bereits mehrfach rechtlich gegen Anbieter vorgegangen, die Kündigungen über Aboalarm nicht akzeptieren wollten. „Wenn es notwendig ist, werden wir auch im vorliegenden Fall bis vor Gericht ziehen“, so Storm van’s Gravesande.