Top 100 Firmen in Sachsen-Anhalt

Top 100 Firmen in Sachsen-Anhalt: Chemie und Ernährung dominieren

Magdeburg/MZ - Die leistungsstärksten Unternehmen Sachsen-Anhalts kommen weiterhin aus der Industrie. Neben der Mineralölverarbeitung mit dem unangefochtenen Spitzenreiter Total Raffinerie sind es vor allem Chemiefirmen, Unternehmen der Ernährungswirtschaft und der Metallurgie, die die höchsten Umsätze erwirtschaften. Das geht aus dem am Mittwoch vorgelegten „Sachsen-Anhalt Report“ der Norddeutschen Landesbank (Nord LB) hervor. Darin hat sie die 100 größten Unternehmen nach Umsatz wie auch die 100 größten nach Beschäftigung ...

Von Eckhard Jäckel

Die leistungsstärksten Unternehmen Sachsen-Anhalts kommen weiterhin aus der Industrie. Neben der Mineralölverarbeitung mit dem unangefochtenen Spitzenreiter Total Raffinerie sind es vor allem Chemiefirmen, Unternehmen der Ernährungswirtschaft und der Metallurgie, die die höchsten Umsätze erwirtschaften. Das geht aus dem am Mittwoch vorgelegten „Sachsen-Anhalt Report“ der Norddeutschen Landesbank (Nord LB) hervor. Darin hat sie die 100 größten Unternehmen nach Umsatz wie auch die 100 größten nach Beschäftigung ermittelt.

Deutsche Bahn größter Arbeitgeber

Demnach ist die Deutsche Bahn AG ist mit 7 835 Mitarbeitern weiterhin der größte Arbeitgeber in Sachsen-Anhalt. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Dow Gruppe Deutschland mit 5 200 Beschäftigten sowie die Deutsche Post DHL mit 5 100 Mitarbeitern. Auf Rang vier konnten sich die Edeka Märkte (4 352 Mitarbeiter) platzieren. Damit gab es gegenüber dem Vorjahr auf den ersten vier Positionen in der Rangliste der größten Arbeitgeber Sachsen-Anhalts keine Veränderung.

Erstmals in der Rangliste erfasst wurde das Universitätsklinikum Halle, das mit fast 3 500 Beschäftigten den fünften Platz einnimmt. Wie auch in der Liste der Umsatzriesen, nimmt das Chemieunternehmen Dow beim Vergleich aber eine Sonderstellung ein: Alle zur Gruppe zählenden Unternehmen auch außerhalb Sachsen-Anhalts werden dem Standort Schkopau im Saalekreis zugerechnet.

Die größten Unternehmen nach Umsatz führt wie erwähnt die Total Raffinerie Mitteldeutschland GmbH an, die ihren Umsatz um fast zehn Prozent auf 8,089 Milliarden Euro steigerte. Die Dow Gruppe Deutschland bleibt auf Rang zwei, obwohl der Umsatz um mehr als 30 Prozent schrumpfte. Das geht zum großen Teil auf den Verkauf von Geschäftsbereichen zurück. Die Edeka Märkte festigten mit einem leichten Umsatzanstieg ihre dritte Position, die MKM Mansfelder Kupfer und Messing GmbH aus Hettstedt behauptete trotz Umsatzrückganges Platz vier. Der Magdeburger Energiedienstleister Getec Energie Holding GmbH verbesserte sich um einen Rang auf Platz fünf, weil das Solarunternehmen Q-Cells nach seiner Insolvenz weichen musste. Alle 100 umsatzstärksten Unternehmen erwirtschafteten zusammen 37,9 Milliarden Euro, vier Prozent weniger als im Jahr zuvor. Rechnet man hier jedoch die Dow Gruppe mit ihrem starken Rückgang heraus, ist ein Umsatzanstieg von 0,8 Prozent zu verzeichnen.

Analyse der regionalen Verteilung

Auch die regionale Verteilung der größten Unternehmen wurde analysiert. „Die städtischen Zentren sind nach wie vor der Motor der wirtschaftlichen Entwicklung Sachsen-Anhalts“, sagte Torsten Windels, Chefvolkswirt der Nord LB. „Immerhin 31 der 100 mitarbeiterstärksten Unternehmen haben ihren Sitz in Magdeburg oder Halle.“ Diese stellten fast die Hälfte der Beschäftigten der 100 größten Unternehmen.

Hier die Umsätze der Top 10 in Euro:

1 Total Raffinerie Mitteldeutschland Leuna 8,089 Milliarden

2 Dow Gruppe Deutschland Schkopau 3,830 Milliarden

3 Edeka Märkte Magdeburg 2,289 Milliarden

4 MKM Mansfelder Kupfer und Messing Hettstedt 1,140 Milliarden

5 Getec Energie Holding Magdeburg 941,2 Millionen

6 Tönnies Gruppe Weißenfels 900,0 Millionen

7 Rotkäppchen Sektkellereien Freyburg 867,6 Millionen

8 Salutas Pharma Barleben 808,6 Millionen

9 Domo Caproleuna Leuna 711,9 Millionen

10 SKW Stickstoffwerke Piesteritz 707,4 Millionen