ZDF-Talk bei "Lanz"

SPD-Generalsekretär räumt Schwächen im Landtagswahlkampf ein

Von Jan Schumann
Lars Klingbeil, SPD-Generalsekretär. 
Lars Klingbeil, SPD-Generalsekretär.  Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild

Magdeburg. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat Schwächen im Landtagswahlkampf in Sachsen-Anhalt eingeräumt. In der ZDF-Talksendung „Markus Lanz“ sagte er in der Nacht zu Donnerstag, die Partei sei mit zentralen Wahlkampfthemen nicht durchgedrungen: „Es ist uns in der Tat nicht gelungen, zu deutlich über die Dinge zu reden, die da wichtig sind.“ Beispielhaft nannte er eine bessere Lohnpolitik: „Sachsen-Anhalt ist ein Niedriglohnland“. Klingbeil erklärte: „Die Frage von besserer Lohnpolitik haben wir sehr zentral im Wahlkampf gemacht. Aber wir sehen: Wir sind nicht durchgedrungen. Das muss man selbstkritisch sagen.“

Zudem leide die SPD im Land an weiteren Problemen: „Das Zweite ist: Wir haben wahnsinnig Strukturen abbauen müssen in Sachsen-Anhalt in den letzten Jahren - dadurch, dass wir in der letzten Wahl ja schon sehr schwach geworden sind.“ Klingbeil ergänzte: „Wir merken gerade als Sozialdemokratie: Wir brauchen diese Strukturen vor Ort, wir brauchen die Vertreterinnen und Vertreter vor Ort. Das schadet uns, wenn wir nicht bei den Menschen sind und mit denen reden können.“ 2016 war die SPD auf 10,6 Prozent abgestürzt, seitdem regiert sie mit CDU und Grünen in einer „Kenia“-Koalition. Bei der Wahl am Sonntag schrumpfte sie erneut auf 8,4 Prozent. (mz)