Gesundheit

Spahn kritisiert: Zu wenig Luftfilter in Schulen angeschafft

Von dpa
Ein Luftfilter steht in einem Klassenzimmer.
Ein Luftfilter steht in einem Klassenzimmer. Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Hannover - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat das Verhalten der Bundesländer im Bezug auf den Schutz von Schülerinnen und Schülern kritisiert.

„Die Bildungsminister der Länder haben es bislang nicht geschafft, sich auf einheitliche Regeln für die Schulen zu verständigen“, sagte der CDU-Politiker in der „HAZ“ (Samstag). Es würden nicht alle Möglichkeiten genutzt, Kinder zu schützen.

„Nehmen Sie die PCR-Lollitests. Die sind einfach durchzuführen und sorgen für mehr Sicherheit. Oder die Luftfilter. Warum haben die Länder davon bislang nicht mehr angeschafft?“ Wenn er als Bundesminister über Tests und Impfstoffe so diskutiert hätte wie manche Länder über Lüftungsanlagen in Schulen, dann hätte Deutschland bis heute keinen Impfschutz.

Die Kritik beziehe sich auch auf Niedersachsen, wo die Landesregierung erst kurz vor den Sommerferien die Möglichkeit geschaffen hatte, Luftfilter finanziell zu fördern. Auch Lollitests gibt es an Niedersachsens Schulen nicht, wohl aber in Kindertagesstätten. Die Schüler führen derzeit täglich zu Hause Selbsttests durch.

Als weiteres Beispiel nannte Spahn das Impfangebot: „Wir waren uns als Gesundheitsminister völlig einig, dass wir den über Zwölfjährigen noch vor Ferienbeginn ein Angebot machen für die erste Impfung. Und dann haben die Ministerpräsidenten drei, vier Wochen später gesagt: Wollen wir nicht. Auch Ihr Herr Weil.“ Die, die am lautesten gesagt hätten, wollen wir nicht, hätten sich später darüber beschwert, dass es kein Impfangebot vor den Ferien gegeben habe.