„Reichsbürger-Verdacht“

„Reichsbürger-Verdacht“: Ex-Biathlet fordert Waffen zurück

München - Der frühere Assistenz-Trainer der deutschen Biathlon-Nationalmannschaft, Andreas Stitzl, kämpft vor dem Verwaltungsgericht München um seine Waffen.

10.07.2019, 10:25

Der frühere Assistenz-Trainer der deutschen Biathlon-Nationalmannschaft, Andreas Stitzl, kämpft vor dem Verwaltungsgericht München um seine Waffen. Die Behörden hatten dem 45-Jährigen die Waffenbesitzkarte abgenommen, weil er unter dem Verdacht steht, der „Reichsbürger“-Bewegung nahe zu stehen.

"Vorwurf zu Unrecht erhoben"

„Ich will jetzt erstmal die Verhandlung hinter mich bringen“, sagte Stitzl vor dem Beginn des Prozesses am Mittwoch. Sein Anwalt Claus Huber-Wilhelm wies die „Reichsbürger“-Vorwürfe gegen seinen Mandanten entschieden zurück. „Die werden zu Unrecht erhoben“, sagte er. Und sie hätten große Auswirkungen auf Stitzl – „vor allem psychische“. „So einen Vorwurf zu bekommen, ist schon nicht ohne.“

Aktuell 70 Klagen anhängig

Dutzende mutmaßliche „Reichsbürger“ in Bayern fordern vor Gericht ihre Waffen zurück. Allein am Verwaltungsgericht München sind nach Angaben eines Sprechers aktuell rund 70 entsprechende Klagen anhängig. (dpa)