südafrikanische Studie Omikron: Impfstoff wirkt nur zu 33 Prozent vor neuer Corona-Variante
Die neue Corona-Variante Omikron bereitet Gesundheitsexperten seit einigen Wochen große Sorgen. Insbesondere der Impfschutz aktueller Vakzine steht dabei im Mittelpunkt. Eine südafrikanische Studie hat nun veröffentlicht, dass Impfstoffe wie Biontech oder Astrazenica wohl doch weniger wirken als erhofft.

Johannesburg/ dpa/ DUR - Eine vorläufige Auswertung der südafrikanischen Krankenversicherungsgruppe Discovery weist auf einen merklich verminderten Impfschutz bei der Corona-Variante Omikron hin. Der Schutz vor Ansteckung sinke auf 33 Prozent, verglichen mit 80 Prozent bei der zuvor kursierenden Delta-Variante, teilte die Gruppe am Dienstag mit.
Ausgewertet wurden Fälle nach doppelter Impfung mit dem Präparat von Biontech/Pfizer. Die Wirksamkeit mit Blick auf eine schwere Erkrankung ist demnach von 93 Prozent auf 70 Prozent reduziert. Allerdings fehlten wichtige Angaben zur Auswertung, etwa zur Zahl ausgewerteter Fälle. Am Wochenende hatten bereits britische Experten berichtet, dass der Impfschutz bei Omikron nach Daten aus einer Bevölkerungsstudie bei den Corona-Impfstoffen von Biontech und Astrazeneca merklich vermindert ist.
Eine Auffrischungsimpfung hebe den Schutz vor symptomatischer Infektion wieder an, wie die Forscher um Nick Andrews von der UK Health Security Agency in der noch nicht von Fachkollegen geprüften Studie berichten. Die Forscher betonen auch, dass die Ergebnisse unter anderem aufgrund der noch geringen Zahl von Ansteckungen mit Omikron mit Vorsicht zu interpretieren seien.
Die Auswertung der Daten ergab, dass der Schutz vor symptomatischer Infektion mit Omikron 15 Wochen nach der zweiten Dosis Biontech auf 34 Prozent sinkt. Menschen, die mit zwei Dosen des Astrazeneca-Präparats geimpft worden waren, hatten keinen Schutz mehr vor symptomatischer Infektion. Zwei Wochen nach einer Booster-Impfung stieg der Schutz bei beiden Präparaten auf über 70 Prozent.
Bei der Delta-Variante sank der Impfschutz ab der 25. Woche nach der zweiten Dosis auf 42 Prozent (Astrazeneca) oder auf 63,5 Prozent (Biontech). Eine Auffrischung ließ den Schutz auf über 90 Prozent steigen.