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Lokführer-Tarife Lokführer-Tarife: GDL-Chef Manfred Schell fährt zur Kur

17.10.2007, 15:43
Der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Manfred Schell, spricht auf einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main. (Foto: ddp)
Der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Manfred Schell, spricht auf einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main. (Foto: ddp) ddp

Frankfurt/Main/ddp. - In der möglicherweise entscheidendenPhase des Tarifkonflikts mit der Deutschen Bahn tritt mit ClausWeselsky der zweite Mann der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer(GDL) ins Rampenlicht. Der 48-jährige gebürtige Dresdner und gelernteLokführer vertritt seit dieser Woche GDL-Chef Manfred Schell, dersich für drei Wochen in Kur an den Bodensee begeben hat, hieß es amMittwoch bei der GDL. Bereits zweimal hatte der 64-Jährige dieAuszeit wegen des sich hinziehenden Tarifkonflikts verschoben. Einweiteres Mal sei nicht möglich gewesen.

Weselsky gilt bereits als Nachfolger Schells, der Mitte 2008 inRente geht. Bereits seit Ende Mai 2006 ist er sein Stellvertreter.Seine Bewährungsprobe muss Weselsky nun schon vor Amtsantrittbestehen. Gleichzeitig bietet diese entscheidende Phase desTarifkonflikts ihm dennoch die Möglichkeit, letzte Zweifel an seinerFührungskraft auszuräumen. Dabei kann ihm zugute kommen, dass er inder Gewerkschaft als Tarifexperte gilt.

Weselsky hat sein ganzes Leben bei der Bahn verbracht. Mit 16Jahren verließ er nach der zehnten Klasse die PolytechnischeOberschule und ließ sich zum Schienenfahrzeugschlosser und Lokführerausbilden. Seit seinem GDL-Beitritt 1990 hat er in der GewerkschaftKarriere gemacht. Zunächst war er unter anderem Vorsitzender derOrtsgruppe Pirna, dann Bezirksvize in Dresden, später Vize imfusionierten Bezirk Berlin-Sachsen-Brandenburg. Von 2002 bis 2006 warer Mitarbeiter der GDL-Tarifabteilung. Weselsky ist seit 1990geschieden und hat einen erwachsenen Sohn.

Claus Weselsky, stellvertretender Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) (Foto: dpa)
Claus Weselsky, stellvertretender Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) (Foto: dpa)
dpa